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Seekuh

Sie scheinen den Phantasien der früheren Seefahrer entsprungen zu sein und gelten als Ursprung der Meerjungfrauen.

Die Amazonas Seekuh (Trichechus inunguis) ist die kleinste unter den Seekuharten und die einzige, die ausschliesslich im Süsswasser zu Hause ist.

Der Körper ist tonnenförmig und in verschiedenen Grautönen gefärbt. Der Bauch ist bei der Amazonas Seekuh mit weissen Flecken versehen. Die Schwanzflosse ist rund, die Vorderflossen sind länglicher als bei den anderen Seekuharten und Nägel fehlen. Der ganze Körper ist mit feinen Haaren bedeckt, rund um das Maul sind dickere Tasthaare.

Copyright © by yaqu pacha e.V.

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Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich auf das Amazonas- und Orinoko-Flusssystem. Die Tiere halten sich dabei bevorzugt in Schwarzwasserseen und Lagunen auf.

Amazonas Seekühe sind häufig in kleinen Gruppen von 4 - 8 Tieren anzutreffen. Wenn die Flüsse zur Trockenzeit jedoch weniger Wasser führen, können sich grosse Gruppen von Seekühen in den tieferen Seen und Flussgebieten ansammeln.

Seekühe sind reine Pflanzenfresser, sie weiden bis zu 8 Stunden täglich und können dabei bis zu 15 Prozent ihres eigenen Körpergewichtes an Wasserpflanzen fressen.

Nach einer Tragzeit von 12 - 14 Monaten wird 1 Junges zur Welt gebracht. Wie bei allen Seekuharten und auch bei den nächsten Verwandten, den Elefanten, befinden sich die Zitzen zwischen den Vordergliedmassen.

Die grössten Gefahren für Amazonas Seekühe liegen in der Industrialisierung, Gewinnung von Rohstoffen und die damit verbundenen Veränderungen ihrer Lebensräume, sowie die fortschreitende Verschmutzung der Gewässer.

Auch erhöht der steigende Schiffsverkehr das Risiko einer Kollision mit Wasserfahrzeugen.