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Peales Delfin

Obwohl der Peales Delfin (Lagenorhynchus australis) sehr ''bootfreudig'' ist und gerne auf Bug- oder Heckwelle surft, ist über seine Lebensweise erstaunlich wenig bekannt.

Typisch ist seine grau-schwarze Kopffärbung mit dunklen Augenflecken. Der Rücken ist dunkelgrau, der Bauch weiss gefärbt. Über die hellgrauen Seiten zieht ein dunkelgrauer Streifen. Er hat einen kräftigen Körper mit kaum ausgeprägtem Schnabel. Die Finne ist sichelförmig. Er kann etwas über 2 m lang und über 100 kg schwer werden.

Copyright © by yaqu pacha e.V.

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Sein Verbreitungsgebiet erstreckt sich auf die südlichen Küstengewässer Argentiniens und Chiles sowie um die Falkland-Inseln. Besonders in Feuerland und Patagonien findet man den Peales Delfin oft in Seetangwäldern, vermutlich weil er dort reichlich Nahrung findet. Man trifft ihn meist in kleinen Gruppen von 2 bis 7 Tieren. Weibchen mit Jungtieren werden oft zusammen im flachen Küstenwasser der geschützten Buchten oder Seetangwälder gesehen. Der Peales Delfin schwimmt und springt gerne in Seitenlage.

Peales Delfine wurden jahrzehntelang von Fischern in Süd-Chile intensiv bejagt, um ihr Fleisch als Köder in der Schwertfisch- und Seespinnen-Fischerei sowie zum menschlichen Verzehr zu verwenden. Der direkte Fang spielt heute dank restriktiverer Schutzgesetze und Änderungen der Fischereimethoden kaum mehr eine Rolle.

Die gegenwärtig grössten Gefahren für die Bestände gehen jedoch vom Beifang in küstennaher Stellnetzfischerei und durch von Menschen hervorgerufene Veränderungen des Lebensraumes aus. Insbesondere die stetig expandierenden Aktivitäten der Aquakultur-Industrie (Lachs- und Muschelzucht) in den geschützten Buchten und Fjorden im Süden Chiles haben gravierende Auswirkungen auf das gesamte küstennahe Ökosystem.