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YAQU PACHA informierte über Gefahren von Plastikmüll: Erfolgreiche Artenschutztage im Tiergarten Nürnberg


Jedes Jahr landen 64 Millionen Tonnen von Plastikmüll in den Weltmeeren. Unzählige Tiere wie Robben und Delfine verfangen sich darin und sterben qualvoll. Manche Tiere verwechseln es mit Nahrung, fressen es und bringen die Schadstoffe somit in den Nahrungskette, an dessen Ende der Mensch steht. Diese Problematik stellte die Artenschutzgesellschaft YAQU PACHA in den Mittelpunkt der diesjährigen Artenschutztage im Tiergarten Nürnberg.

Dr. Lorenzo von Fersen, 1. Vorsitzender von YAQU PACHA, zeigt sich mit dem Verlauf der Artenschutztage zufrieden: „Über 8.000 Besucher informierten sich bei unseren ehrenamtlichen Helfern und erfuhren, was sie selbst tun können, um die Verschmutzung der Weltmeere zu verhindern. Einfach und sehr effektiv ist es beispielsweise beim Einkauf auf Plastiktüten zu verzichten und stattdessen Jutebeutel zu benutzen, die YAQU PACHA und der Tiergarten Nürnberg am Wochenende angeboten haben.“

Eine große Gefahr für Tier und Mensch geht auch von Mikroplastik aus. Diese kleinen Partikel lassen sie sich in vielen Kosmetikprodukten finden. Sie sind fast unsichtbar und werden von Kläranlagen nicht gefiltert. Erstmalig präsentierte YAQU PACHA daher zwei interaktive Module, die erklären, wo Makro- und Mikroplastik in unserem Alltag vorkommen, welche Gefahr von ihnen ausgeht und wie sie ins Meer gelangen. Beide Ausstellungsstücke stehen im „Blauen Salon“ im Tiergarten Nürnberg.

Im Vorfeld der Artenschutztage begeisterten der südamerikanische Harfenvirtuose Kiko Pedrozo und der Akkordeonspieler Hansi Zeller aus dem Allgäu über 400 Besucher bei einem Benefizkonzert zu Gunsten von YAQU PACHA.

Der Harfenvirtuose Kiko Pedrozo und der Akkordeonspieler Hansi Zeller aus dem Allgäu beim Benefizkonzert.

Neue Module informieren über Plastikmüll


Im Rahmen der Artenschutztage im Juni hat YAQU PACHA zwei neue interaktive Module vorgestellt, die über die Gefahren von Plastik in den Weltmeeren informieren. Ein Modul widmet sich dem Makroplastik, zu denen beispielsweise Mülltüten gehören, das andere dem Mikroplastik. Mikroplastik besteht aus kleinsten Partikeln, die für das menschliche Auge fast nicht sichtbar sind. Von beiden Plastikarten geht eine große Gefahr für Mensch und Tier aus: Meeresbewohner verwechseln die Tüten mit Nahrung und nehmen diese auf. So gelangt Plastik auch in unsere Nahrungskette. Darüber hinaus verheddern sich zahllose Meerestiere in Plastik und sterben qualvoll. Die neuen Module klären nicht nur über diese Gefahren auf, sondern zeigen auch Lösungsansätze, die jedermann umsetzen kann.

YAQU PACHA bedankt sich herzlich bei Florian Schäfer und Milena Opgenoorth für Texte und Infos und bei Henning Plückebaum für die Gestaltung. Ein ganz besonderer Dank geht auch an Tim Hüttner und die Technikabteilung des Tiergarten Nürnberg, die Ideen und die Vorstellung der Autoren umsetzten: Thomas Schiller, Markus Fiegl, Peter Haack und Richard Meixner. Und last but not least bedanken wir uns beim Tiergarten Nürnberg für die Ausstellungsmöglichkeit im Blauen Salon!

Die neuen Module im Blauen Salon des Tiergartens Nürnberg.

Kurznachrichten


+++ Deutschland I +++

Anlässlich des Jubiläumswochenendes zu „50 Jahre Delfinhaltung“ am 11. und 12. Juli, nutzte der Zoo Duisburg die Gelegenheit, über die Gefahren für Meeressäuger in der Natur zu informieren. Auch YAQU PACHA präsentierte seine Artenschutzprojekte den über 5.000 Besuchern. Dr. Lorenzo von Fersen, 1. Vorsitzender von YAQU PACHA, stellte darüber hinaus in Interviews und während eines Vortrags die Arbeit der Organisation vor. Sein Vortrag am Samstagabend war eingebettet in ein Benefizkonzert der Gruppe H2Eau, die mit Wasser musiziert. Der Erlös des Konzerts geht an YAQU PACHA. Unseren herzlichen Dank dafür an Kerstin Ternes und die Pflegern des Delfinariums und Aquariums!

+++ Chile +++

Das YAQU PACHA-Team in Chile informiert mit einer eigenen Internetseite sehr anschaulich über seine Arbeit: www.yaqupachachile.com

+++ Deutschland II +++

Die Artenschutzgesellschaft YAQU PACHA freut sich über eine Spende in Höhe von 400 Euro des „Lifestylebrands“ Lexi&Bö. Das junge Modelabel aus Köln entwickelt T-Shirts, die insbesondere Tauchsportler ansprechen sollen. Ein Teil des Erlöses der Shirts, die unter ökologischen und fairen Bedingungen hergestellt werden, kommt den Artenschutz-Projekten der Organisation zum Schutz wasserlebender Säugetiere Südamerikas zu Gute. Kürzlich übergaben Alexa “Lexi” Neuhaus und Stefan “Bö” Böhland den Scheck über 400 Euro an Dr. Lorenzo von Fersen, 1. Vorsitzender von YAQU PACHA. „Das Geld ist für unser Projekt „Großer Tümmler“ in Brasilien bestimmt. Dort helfen wir Forschern der Universidad Federal do Rio Grande im Süden Brasiliens bei den Untersuchungen an einer lokalen Population von Grossen Tümmlern. Die Anzahl an gestrandeten Tiere hat stark zugenommen und lässt sich unter anderem auf Verletzungen durch Fischereinetze zurückführen. Wir erheben zunächst wichtige biologische Grundmerkmale zu den Lebensgewohnheiten der Delfine und entwickeln daraus Schutzmaßnahmen“, erläutert Dr. Lorenzo von Fersen.

Hola, me llamo…- YAQU PACHA-Mitarbeiter stellen sich und ihre Arbeit vor:


Name: Juan Valqui

Alter: 38 (im September 2015 werde ich 39)

Studienfach/fächer: Zoologie, Populationsgenetik, Conservation Biology (Naturschutz)

Studienort(e): die Küste Perus

Forschungsschwerpunkt(e): Populationsdynamik und Schutz des Küstenotters, der menschliche Einfluss am Küstenökosystem, Umwelterziehung

an welchem Ort? Peru

tätig für YAQU PACHA seit: 2008

Wie bist du zu YAQU PACHA gekommen? Ich bin im Jahre 2008 auf meiner Suche nach Unterstützung für meine Doktorarbeit im Internet auf YP gestoßen. Zufälligerweise lernte ich im gleichen Zeitraum Lorenzo auf einer Tagung in Bonn kennen. Dort sprachen wir über mein Projekt und kurz danach startete die Kooperation.

Was genau machst Du in Peru? Ich erforsche die Struktur und Dynamik der Küstenotterpopulation und ich untersuche die Art und ihren Lebensraum in Bezug auf bereits existierende und auch auf potenzielle Gefahren und Probleme (Verschmutzung, Überbevölkerung, Habitatzerstörung, Überfischung, u.a.). In Kooperation mit der lokalen NGO Pro Delphinus läuft zudem ein Umwelterziehungsprojekt in Fischerorten, bei dem wir vor allem mit Schulkinder arbeiten. Dort ist das nachhaltige Fischen ein zentrales Thema.

Wie unterstützt dich YAQU PACHA dabei? YP unterstützt das Projekt finanziell und mit Materialien für die Feldarbeit und Umwelterziehung. z.B. werden richtig gute Poster mit der Hilfe von Henning Plückebaum produziert. Wichtig ist auch die ideelle Unterstützung (Ideen, Vorschläge, Kontaktvermittlung), vor allem was die Umweltarbeit betrifft.

Neben den finanziellen Mitteln, die dir YAQU PACHA zur Verfügung stellt, wie kann dir YAQU PACHA noch helfen? Mit Material für die Feldarbeit (Equipment: Ferngläser, Funkradios, Taschenlampen, usw.) und für die Umwelterziehung (Lehrmaterial, Spielmaterial mit Bezug auf Umweltschutz, Poster, Exponate, o.ä.).

Was macht dir an deiner Arbeit am meisten Spaß? Die Feldarbeit! An der peruanischen Küste unterwegs zu sein und wundervolle bekannte Orte zu sehen und neue zu entdecken, das ist unbezahlbar. Und irgendwann –manchmal nach tagelangem Warten- dann auch mal einen Otter zu sehen… das ist ja eigentlich der Grund warum ich überhaupt Biologe geworden bin! Die Arbeit mit den Menschen bei der Umwelterziehung (vor allem Schulkinder und lokale Fischer) ist auch sehr sehr dankbar.

Juan Valqui bei der Feldarbeit

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!


Ihr YAQU PACHA - Team

YAQU PACHA e.V.
Am Tiergarten 30
D-90480 Nürnberg

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