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Fischer kämpfen für ihre Zukunft

„Ich habe mein Leben lang in einer Familie von Fischern gelebt. Mein Vater und auch mein Opa waren schon Fischer. Immer gab es reichlich Fisch, die Netze waren immer voll und niemand kam auf die Idee, jemals etwas anderes zu machen.

Die Zeiten haben sich aber geändert. In den letzten Jahren habe ich erlebt, was es bedeutet Tage auf See zu verbringen, immer weniger zu fangen und zu Hause den Kindern erzählen zu müssen: es reicht nicht!

Keiner von uns hat jemals gedacht, dass es mal keine Fische mehr geben könnte. Wir müssen dringend etwas tun, wenn wir wollen, dass auch unsere Kinder die Tradition der Fischer fortführen können.

Vor einigen Jahren habe ich für mich beschlossen, etwas zu tun und habe mich der Arbeitsgruppe von Eduardo Secchi angeschlossen.

Die Arbeit mit den Biologen macht mir viel Spass und gibt meinem Leben einen Sinn, weil ich merke, dass sie zusammen mit uns Fischern Lösungen finden wollen, um uns und der Natur zu helfen.

Meine Arbeit wird von der Gesellschaft YAQU PACHA finanziert und besteht darin, Biologen und Fischer zusammenzubringen und zum Beispiel zu erklären, wie sich der Beifang in den Netzen minimieren lässt. Eine tolle Aufgabe.“

Lília Fidélix ist Witwe eines Fischers aus der Gemeinde von Rio Grande do Sul, Brasilien. Finanziert durch YAQU PACHA arbeitet sie seit vielen Jahren mit Biologen der Universidad de Rio Grande do Sul zusammen und hilft Fischern, Probleme zu erkennen und zu lösen.