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HINTERGRUND |
| Als
sich die Gesellschaft
yaqu pacha e.V. im Jahre 1992 das Ziel setzte
Tiere in Ecuador zu schützen, war das Ausmass deren Gefährdung
nicht bekannt. Inzwischen haben unsere Untersuchungen gezeigt, dass einige
Tierarten (z.B. Seekühe und Riesenotter
im Amazonas und Buckelwale an der Pazifikküste)
stark bedroht sind. Die Ergebnisse dieser wissenschaftlichen Studien wurden
an staatliche Behörden weitergeleitet und waren Grundlage für
die Einleitung erster gezielter Schutzmassnahmen. |
| Es
wurde jedoch jedes Mal deutlicher, dass die langfristige Schutzwirkung
dieser Massnahmen nur dann gewährleistet ist, wenn auch die
einheimische Bevölkerung in diesen Prozess mit einbezogen wird. |
| Um
den dort lebenden Menschen nicht nur die Dimension der Problematik, sondern
auch die potentiellen Lösungen zu verdeutlichen, arbeitet
yaqu
pacha seit über 6 Jahren an der Entwicklung von pädagogischen
Programmen, die gezielt an die lokale Problematik angepasst sind. Zielgruppe
dieser Programme sind u.a. Schulkinder, naturwissenschaftliche Vereine,
Lehrer, Behörden und Nationalparkmitarbeiter. |
Die Areale
in denen yaqu pacha arbeitet sind überwiegend arme Dörfer
und Kommunen in denen eine äusserst prekäre finanzielle Situation
herrscht.
Die
meisten Menschen verfügen nur über geringes Einkommen und
die Schulen, wenn überhaupt vorhanden, haben nicht ausreichend Lehrmaterial.
Auch
wenn die Lehrer sich grosse Mühe geben, Kindern Wissen zu vermitteln,
ist
ihr Kenntnisstand in Bezug auf die Naturschutzproblematik begrenzt. |
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YAQU PACHA ARBEITET
BEREITS IN FOLGENDEN GEBIETEN: |
an der Pazifik-Küste:
a) Puerto Lopez und Umgebung
b) Esmeraldas (Súa,
Atacames) |
im
Amazonas
(Indio-Kommunen):
a) Quichua (Zancudo und
Playas de Cuyabeno)
b) Cofán (Sábalo)
c) Siona (Puerto Bolivar
und Tarapuya)
d) Secoya (Sewaya)
e) Shuar (Taikiua und Charap) |
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DIE UMWELTPROBLEMATIK - GEFAHREN FÜR
TIER UND MENSCH... |
| ...IM
AMAZONAS:
Der Naturschutzgedanke hat aufgrund der zunehmenden
Erdölförderungsaktivitäten im
ecuadorianischen Amazonas im Verlauf der letzten 20 Jahren an Dringlichkeit
gewonnen. Unkontrollierte und unsaubere Methoden haben dazu geführt,
dass ständig neue Areale unter den verheerenden Folgen dieser Industrie
zu leiden haben. Besonders wasserlebende Tierarten sind davon betroffen.
Noch schlimmer jedoch sind die Folgen für die einheimische Bevölkerung.
Die Ergebnisse einer Studie (Informe YANA CURI, 2000) zeigen, dass die
Anfälligkeit für bestimmte Krebserkrankungen (Haut- und Lungenkrebs)
in Erdölgebieten bereits signifikant höher ist als im Vergleich
zu intakten Arealen. Ebenso die Anzahl von Früh- und Totgeburten,
die 2,5 Mal höher ist. Es darf davon ausgegangen werden, dass in den
nächsten 10 Jahren ganze Indio-Kommunen ausgerottet werden. |
...AN
DER PAZIFIK-KÜSTE:
Eine grosse Gefahr für die Tiere,
hauptsächlich Wale und Delphine, stellt die unkontrollierte
Whale
Watching Industrie dar. Ebenso problematisch ist die Verschmutzung
der Küstengewässer durch Industrie-Abfall und Müll. |
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METHODE |
Neben
der Forschung, die in beiden Gebieten durchgeführt wird, setzt sich
yaqu pacha für die Umweltpädagogik ein.
Nach dem Motto "spielend Lernen“ werden Kindern natürliche Zusammenhänge
und Verknüpfungen gelehrt.
Eine wichtige Botschaft dieser Unterrichtseinheiten ist das Verständnis
für Nahrungsketten und der immensen Bedeutung einzelner Tierarten
in dieser Kette.
Fehlt ein Glied bricht das ganze System zusammen. |
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Wichtig
ist jedoch den Kindern nicht nur die Problematik zu schildern sondern auch
zu zeigen was und wie sie etwas ändern können.
Die UWP-Programme von yaqu pacha basieren auf einem Modul Prinzip.
Jedes Modul besteht aus einem Lehrbuch und einer thematisch dazu passenden
Lerneinheit, die von unseren Pädagogen mit den Kindern durchexerziert
wird.
Die Lerneinheiten werden von verschiedenen Maskottchen begleitet. |
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ERGEBNISSE |
1)
Gestaltung und Konzeption von Lehrbüchern:
Verschiedene Lehrbücher
wurden entworfen und werden in den Schulen und Kommunen eingesetzt.
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| 2)
Entwurf und Herstellung von 12 verschiedenen Maskottchen und Figuren. |
3)
Schulen und Kinder (Alter zwischen 8 und 14 Jahre), die bereits an unserem
UWP-Programm teilgenommen haben:
| a)
im Amazonas: |
8
Schulen und |
463
Kinder |
| b)
an der Pazifik-Küste: |
11
Schulen und |
1711
Kinder |
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