Jahreshauptversammlung der Gesellschaft YAQU PACHA e.V. für das Jahr 2006
Protokoll:
Nr. 17
Datum:
24.03.2007
Ort:
Waldschänke im Tiergarten der Stadt Nürnberg
Sitzungsbeginn:
18:15 Uhr
Sitzungsende:
19:50 Uhr
Anwesende: Die Namen der 50 Anwesenden Mitglieder und Interessierten sind bei Bedarf der Anwesenheitsliste zu entnehmen.
Tagesordnung:
1. 15 Jahre Naturschutz
2. DEADLINE: Das Meer will leben
3. Bericht über die Arbeit des Vorstands
4. Bericht über unsere Projekte im Jahr 2006
5. Weitere Aktivitäten im Jahr 2006
6. Entlastung des Vorstands
7. Verschiedenes
8. Planung für 2007 / 2008
a) Zu Beginn begrüsste
der erste Vorsitzende Herr Dr. Lorenzo von Fersen alle Anwesenden zur Jahreshauptversammlung
der Gesellschaft YAQU PACHA e.V..
Seit Gründung der Gesellschaft
vor 15 Jahren seien nach wie vor Gründungsmitglieder dabei und auch
anwesend.
Der neue YAQU PACHA Info
Film - erstellt von Andrea Plötz - der auch vor der Delfinvorstellung
im Delfinarium gezeigt wird, wurde den Anwesenden vorgeführt.
Des weiteren wurden neu
erstellte Banner und Flyer - entworfen von Herrn Hettich, gedruckt von
Fa. Winter - präsentiert.
Herr Dr. von Fersen erwähnte
die deutliche Trennung von Aufgaben in Südamerika einerseits, in Deutschland
andererseits und dankte allen freiwilligen Helfern und Firmen, ohne deren
Engagement viele Aktionen und Aufgaben nicht bewältigt werden könnten.
In Südamerika erfolge
inzwischen eine effektive Zusammenarbeit mit kleinen, eng an Universitäten
gebundene, NGO´s (Non Governmental Organisations)
b) Seit 15 Jahren ist YAQU
PACHA e.V. aktiv im Naturschutz in Südamerika tätig.
Die Projekte konnten stetig
erweitert werden. In fünf verschiedenen Ländern wurden und werden
heute noch Projekte unterstützt:
1992 – 2006 Ecuador
1994 – 1997 Argentinien
1996 – 2007 Brasilien
2000 – 2007 Uruguay
2001 – 2007 Chile
410.000 Euro an Investitionsgeldern konnten dabei bereits eingesetzt werden.
c) Herr Dr. von Fersen erinnerte
noch einmal an die Anfänge der Gesellschaft:
Die Gründung erfolgte
am 6. September 1992 mit 26 Gründungsmitgliedern. Schon ein Jahr später
waren es 60 Mitglieder.
Nach der Eintragung ins
Vereinsregister am 07. Oktober 1992 (VR 2555) wurde vom Finanzamt im November
1992 die Gemeinnützigkeit anerkannt, die bis heute gilt.
Mit dem Beitritt verschiedener
Firmen konnte das Äussere der Gesellschaft an Farbe und Form gewinnen,
kopierte Infoblätter wichen gut durchdachten Mehrfarbdrucken; Filme,
Banner und ganze Messestände konnten entstehen. Über die ganze
Zeit wurde immer wieder das Interesse der Medien erreicht und Berichte
in Zeitungen und Fernsehen waren die Folge.
d) Die Aufgaben und Ziele der Gesellschaft sind in mehrere Bereiche unterteilt. Die Aufspaltung ist dabei wie folgt:
- Forschung für den Artenschutz; in diesem Bereich sind im Laufe der Zeit drei Dissertationen und sieben Diplomarbeiten entstanden; 25 Publikationen wurden in wissenschaftlichen Journalen veröffentlicht, 23 Poster wurden auf Fachtagungen vorgestellt. Mit der Finanzierung von entsprechenden Workshops und der Beihilfe bei der Herausgabe des LAJAM - Journals konnten und können Fachleute in Südamerika ihre Arbeiten besser koordinieren und veröffentlichen.
- Natur- und Habitatschutz; im Jahr 2002 wurde in Zusammenarbeit mit FEMM und verschiedenen Ministerien Richtlinien / Gesetze zum Thema Whale Watching in Ecuador aufgestellt. 2001 wurde mit Dr. Rodolpho Pinha ein erfahrener Tierarzt nach Galapagos geschickt, um die Folgen einer Ölkatastrophe zu minimieren.
- Umweltpädagogik; seit
1996 erfolgt bei allen Projekten die Ausarbeitung eines begleitenden Pädagogikprogramms.
Durchgeführt werden diese von Pädagogen und Biologen vor Ort.
Es entstehen interaktive Spiele, Maskottchen und Module mit Lernheften
und passenden Lerneinheiten. Damit werden Schulen besucht und die Themen
herausgearbeitet. In kindgerechten Begleitheften werden natürliche
Zusammenhänge verdeutlicht und zu den Problemen auch Lösungsvorschläge
veranschaulicht. Es entstanden verschiedene Bücher (Bestimmungsbücher
in Brasilien und ''Der La Plata-Delphin in Uruguay'') zur Informationsvermittlung;
seit 1999 findet an jedem dritten Septemberwochenende im Tiergarten Nürnberg
eine Benefizveranstaltung zugunsten der Gesellschaft statt. Mit Informationsständen
tritt die Gesellschaft bei Veranstaltungen wie Boot Düsseldorf, Samba
Festival, Streetlife Festival, Zootagen in verschiedenen Zoos, im Meeresmuseum
Stralsund und mit Aktionen in Schulen auf. Als Partner für YAQU PACHA
e.V. konnten die Zoos von Nürnberg, Münster, Dortmund,
''Planet Sauvage'' in Nantes und die WAZA (World Association of Zoos and
Aquariums) gewonnen werden. Verschiedene Firmen helfen bei der Ausrichtung
von Messen, Tombolas oder individuellen Aufgabenstellungen.
In Südamerika arbeitet
die Gesellschaft erfolgreich mit GEMARS, BIOPESCA, Cetaceos Uruguay, Federal
Univ. de Rio Grande, Univ. de Valdivia und SOLAMAC zusammen.
2.)
DEADLINE: Das Meer will leben
In Kooperation mit WAZA,
dem Tiergarten Nürnberg, MARES, dem Aquazoo Düsseldorf, dem Zoo
Duisburg und dem Allwetterzoo Münster betreibt YAQU PACHA e.V. seit
diesem Jahr neben den Projekten die Kampagne DEADLINE zur Situation der
Weltmeere. Angesprochen werden verschiedene Gefahren wie z.B. Überfischung,
Beifang, Verschmutzung, akustische Kontamination, Tote Zonen, Müll
und Fischfarmen.
Die Kampagne macht deutlich,
dass, wenn sich nichts ändert, im Jahr 2048 alle kommerziell genutzten
Fischbestände kollabiert sind und weite Bereiche der Weltmeere nahezu
tot sein werden. Damit werden alle anderen Tiere der Nahrungskette ebenfalls
sterben. Unter ihnen zahlreiche wasserlebende Säugetierarten. Von
dieser Situation ausgehend, ist es für YAQU PACHA immens wichtig,
ein Bewusstsein für die Gesamtheit des Ökosystems Meer zu schaffen.
So werden z.B. für
eine Tonne Shrimps 14 Tonnen Beifang (Haie, Schildkröten, Vögel
etc.) getötet. Einer neuen Studie zufolge sterben weltweit nur als
Beifang ca. 350.000 Delfine und 343.000 Robben. Plastikmüll ist für
den Tod von rund einer Million Seevögel und ca. 100.000 Meeressäugern
und Schildkröten jährlich verantwortlich. Nördlich der Hawaiiinseln
werden im Pazifik jährlich etwa 100 Tonnen Müll aus dem Meer
entsorgt. Eine Müllinsel, so gross wie Holland, Belgien und Frankreich
zusammen, schwimmt in den Ozeanen.
Durch Überdüngung
und das Ableiten von kommunalem Abwasser entstehen vor allem in küstennahen
Bereichen (betroffen sind vor allem Europa, die Ostküste der USA und
Japan) Zonen ohne Leben. Ca. 200 dieser toten Zonen sind weltweit registriert
– einige haben mit einer Fläche von 70.000 qkm die Größe
Bayerns. Eine der Hauptquellen der akustischen Belastung ist der Einsatz
von hochleistungsfähigen Sonarsystemen beim Militär. Hier sind
vor allem Wale betroffen. Massenstrandungen in Versuchsgebieten zeigen
einen direkten Zusammenhang zwischen Strandung und dem Gebrauch der Militärsysteme.
YAQU PACHA e.V. möchte
mit der Kampagne DEADLINE zu Aktionen aufrufen, die dem Meer helfen sollen.
Jeder Einzelne kann zum Erhalt der Meere beitragen: Verzicht z.B. auf überfischte
Fischarten (z.B. Thunfisch, Aal und Scholle), Beachtung des MSC-Siegel
- damit versehene Produkte gelten als umweltverträglich. Ein sparsamer
Umgang mit Verpackungen und das Melden von Verstössen gegen Abwassergesetze
an die lokalen Behörden sind ebenfalls von Wichtigkeit. Zu guter Letzt
können Organisationen unterstützt werden, die sich bemühen,
Schutzmassnahmen zu fördern. Für die Durchführung der Kampagne
konnte YAQU PACHA e.V. eine Skulptur von Jörg Mazur anmieten. Das
Kunstwerk zeigt auf einer Fläche von 15 x 3 x 3m die 45 existierenden
Delfinarten in einer detailgetreuen Installation.
Im Zuge einer Wanderausstellung
wird sie zusammen mit Infopostern, Flyern, Begleitheften und Filmpräsentationen
dieses Thema näher bringen.
Der erste Ausstellungsort
ist der historische Rathaussaal der Stadt Nürnberg; der Ausstellungszeitraum
wird August 2007 sein. Von 19. - 27.01.2008 wird die Ausstellung auf der
BOOT in Düsseldorf präsentiert.
3.)
Bericht über die Arbeit des Vorstandes
a) Die aktuelle Mitgliederzahl
beträgt zum Zeitpunkt März 2007: 285 Mitglieder
b) Herr Wiessmeyer stellte
die YAQU PACHA- Internetseite vor. Über www.yaqupacha.org kann sich
dort jeder schnell und aktuell über die Aktivitäten der Gesellschaft
informieren. Unter www.artenschutz24.de kann YAQU PACHA im Internet ebenfalls
erreicht werden.
Fast 10.000 Besucher nutzen
die Seite monatlich. Immer häufiger erreichen die Gesellschaft auf
diesem Wege Anfragen von Verlagen oder aus dem spanischsprachigen Raum.
YAQU PACHA-Mitgliedern steht
die Möglichkeit offen, den e-mail - Newsletter zu abonnieren, über
die Webseite kann sich jeder problemlos anmelden.
4.)
Bericht über die Projekte in Südamerika 2006
a)
Projekt: Der La Plata-Delfin
Der La Plata-Delfin gehört
mit seinen 1,70 m und 45 kg zu den kleinsten Delfinarten. Er ist der einzige
Flussdelfin, der im Meer lebt. Hier bevorzugt er seichte Küstengewässer,
wodurch er sich regelmäßig auch in den Netzen der Fischer verfängt.
Seit 1996 unterstützt YAQU PACHA e.V. die Arbeit von verschiedenen
Organisationen und Universitäten und hat somit einen großen
Beitrag zum heutigen Wissensstand über diese kleine Delfinart beigetragen.
Nach anfänglichen Untersuchungen
in Argentinien wurde die Erforschung des La Plata-Delfins über Brasilien
und Uruguay ausgedehnt und so erfassen die Projekte inzwischen rund 2/3
des gesamten Verbreitungsgebietes.
Vier Projektgruppen arbeiten
an der Erforschung des La Plata-Delfins. Mithilfe von Flug - Transekten
werden Bestandszählungen durchgeführt. Hierbei fliegt eine kleine
Maschine mit sechs Besatzungsmitgliedern in einer Höhe von 150m ein
bestimmtes zu untersuchendes Gebiet ab und alle gesichteten Tiere werden
aufgenommen. Das Untersuchungsgebiet erstreckt sich auf 600 km Küste.
Die Mitarbeiter von
YAQU PACHA e.V. ermitteln durch Interviews und direkte Beobachtung den
Beifang für das gesamte Verbreitungsgebiet. Als weiterer Anhaltspunkt
werden als Beifang verendete Tiere markiert und am Fangort wieder ins Meer
gegeben. Die später am Strand wiedergefundenen Tiere können dann
für eine Statistik herangezogen werden. Bei dieser Untersuchung konnten
rund 20% der Untersuchungstiere noch einmal aufgefunden werden – hochgerechnet
bedeutet das für den Zeitraum Juli 2002 – Dezember 2003 bei 232 registrierten
Strandungen eine tatsächliche Beifangrate von rund 1100 Tieren. Da
die Strandungsdaten rund um Grande do Sul (200 km Küste) für
die letzten 20 Jahre vorliegen, ist somit eine Tendenz zu ermitteln.
Dementsprechend ging eine
Empfehlung an den IUCN, die Art in eine neue Einstufung in die Rote Liste
einzubringen. Parallel dazu werden Strategien zum Schutz erarbeitet, die
in das soziale, komplexe Netz des jeweiligen Landes einzuflechten sind.
Viele Menschen leben dort ausschließlich vom Fischfang und der Fischereiindustrie.
Ein generelles Fangverbot könnte von der Regierung niemals in eine
Gesetzesform gebracht werden.
YAQU PACHA e.V. arbeitet
hier auf mehreren Ebenen: Die Fortpflanzungsareale der Tiere sollen ermittelt
werden, so dass Schutzgebiete nur saisonal oder in Gebieten ausgeschrieben
werden, wo die Fischer nicht behindert werden. Netze sollen mit akustischen
Warnsignalen ausgestattet werden. Wichtig ist auch die Umweltpädagogik.
Viele Fischer wissen nicht, dass es sich bei dem Delfin um ein Säugetier
handelt, das ertrinkt, wenn es nicht schnell befreit wird. YAQU PACHA
e.V. unterstützt deshalb die UENF bei der Publikation von Infobroschüren.
b)
Projekt BUCKELWAL, Ecuador
Seit zehn Jahren werden
im Zuge dieses Projektes Bestimmungen der Populationsgrößen
durchgeführt. Es erfolgten Untersuchungen von saisonalen Wanderungen
und Verhaltensbeobachtungen in den Fortpflanzungsgebieten. Diese Ergebnisse
wurden zur Erstellung von Verhaltensrichtlinien beim „Whale watching“ herangezogen.
Der bis zu 30 Tonnen schwere Buckelwal wurde bis 1970 stark bejagt. Die
Tiere kommen zur Reproduktion im April/Mai in die warmen Gewässer
um Ecuador und ziehen sich ein halbes Jahr später wieder in den nahrungsreichen
Süden zurück. In Ecuador (Beobachtungsgebiete sind Machalilla
und Súa) werden direkte Beobachtungen von Land aus und mit dem Boot
durchgeführt. Die Position wird mithilfe von GPS ermittelt und anhand
von Fluken- und Finnenfotografien wird ein ID-Katalog angefertigt. Der
Whale watching –Tourismus nimmt in Ecuador weiterhin zu und führt
zu immer größeren Problemen: Viele neue Kapitäne springen
auf diesen Einnahmezweig auf, ohne die Richtlinien zu kennen. Sie fahren
falsch oder zu dicht auf und zwingen die Wale zu Richtungs- und Verhaltensänderungen.
Zudem verleiten diese Schiffsmanöver die alteingesessenen Kapitäne,
die Richtlinien ebenfalls zu ignorieren, um ihre Passagiere näher
an die Wale heran zu bringen.
Trotzdem ist über die
Jahre eine so deutliche, positive Entwicklung festzustellen, dass YAQU
PACHA e.V. die Unterstützung des Projektes Buckelwal einstellen wird.
Zwei sehr aktive NGO´s arbeiten bereits an der Fortführung dieses
Projektes und machen die Weiterführung der Arbeit der Gesellschaft
an dieser Stelle überflüssig.
c)
Projekt TONINAS, Chile
- Das Projekt „Verteilung,
Habitatnutzung und Status der Chilenischen Delfine und der Peale´s
Delfine“ wurde weitergeführt.
Beide Delfinarten leben
in kleinen Gruppen von bis zu fünf Tieren. Ihre Kälber werden
zwischen Dezember und März geboren. Alle Sichtungen erfolgen näher
als 400 m von der Küste entfernt, so dass eine küstennahe Habitatsnutzung
anzunehmen ist.
Gerade der Chilenische Delfin
lebt in einem sehr begrenzten Verbreitungsgebiet von ca. 25 qkm. Sie leben
in starkem räumlichen Druck gegenüber den Muschel- und Lachsfarmen.
Der Peale`s Delfin zeigt
kaum Standorttreue. Rund 120 Tiere leben im Beobachtungsgebiet, doch zieht
sich ihre Verbreitung über dieses Areal hinaus
Aufgrund dieser küstennahen
Lebensweise kommt es zu Problemen. Die einheimische Bevölkerung betreibt
überwiegend Aquakulturen mit Muschel- und Lachsfarmen, neben der Beifangproblematik
werden die Delfine als Futterkonkurrenten gezielt abgeschossen.
Im Zuge des umweltpädagogischen
Programms werden die Schüler der Dorfschule unterrichtet. Die Themenschwerpunkte
liegen bei „Delfinen, Unweltproblematik und Ökosysteme“. Selbst einwöchige
Workshops mit ganztägigem Programm (Vorträge, Einrichten von
Aquarien, Arbeit mit dem Mikroskop und Artbestimmungen) werden angeboten.Nahe
des Forschungsgebietes wurde im Vorjahr eine Blauwal-Kinderstube entdeckt.
Es hat sich gezeigt, dass dies das einzige Aufzuchtsareal dieser gigantischen
Tiere auf der südlichen Hemisphäre ist. YAQU PACHA e.V. arbeitet
nun daran, mit anderen NGO´s ein Meeresschutzgebiet rund um die Insel
Chiloe einzurichten. Seit 2007 wird das Projekt von der WAZA offiziell
unterstützt.
d)
Projekt Franciscana, Uruguay
- Die Arbeitsgruppe Uruguay
unter der Führung von Paula Laporta hat 2005 das erste Bestimmungsbuch
für Wale und Delphine Uruguays mit Unterstützung von YAQU PACHA
e.V. veröffentlicht. Weiterhin wurde eine Broschüre verfasst,
um die Bevölkerung zu informieren wie man sich gegenüber gestrandeten
Walen und Delphinen verhalten sollte.
- Weitere Aktivitäten
im Bereich der Umweltpädagogik wurden auf der Basis des Buches „La
Franciscana y los ninos del Uruguay“ von Marila Lazzaro fortgeführt.
Hier wurden weitere Schulen an der Küste und im Inland zum Mitmachen
aufgefordert. Im ersten Schritt wurden die Lehrer über den La Plata-Delfin
und die verbundene Problematik informiert. Sie gaben dann in ihrem Unterricht
dieses Wissen mittels fächerübergreifenden Lerneinheiten weiter.
Demnach wurden im Kunstunterricht La Plata-Delfine gemalt, im Sprachunterricht
wurden Aufsätze über ihn geschrieben, der Musikunterricht sang
Lieder über den Delfin und der Mathematikunterricht befasste sich
z.B. mit Futtermengen etc.
- Außerdem besuchten
die Biologen von YAQU PACHA e.V. diverse Schulen, leisteten Aufklärungsarbeit
in Fischerdörfern und organisierten zahlreiche Kurse an Universitäten.
e)
Projekt Grosser Tümmler, Brasilien
Neu aufgenomen wurde das
Projekt ''Population Viability of a small resident population of bottlenose
dolphins in southern Brazil'' von Dr. Eduardo Secchi
f)
Weitere Projekte, die von YAQU PACHA e.V. 2006 unterstützt wurden
- Wie schon im Vorjahr unterstützte
YAQU PACHA e.V. die Organisation SOLAMAC bei der Herausgabe des ''The
Latin American Journal of Aquatic Mammals''. Mitglieder, die an den Ausgaben
interessiert sind, melden sich bitte bei Herrn Dr. von Fersen.
- Wer sich näher für
die derzeitigen Projekte von YAQU PACHA e.V. interessiert, ist gerne
eingeladen, sich im Internet unter www.yaqupacha.org darüber zu informieren.
Leider sind nicht alle Berichte in deutscher Sprache, da der Aufwand für
die Übersetzung zu gross ist, doch wird hier trotzdem ein guter Einblick
in die Vereinsarbeit gegeben.
- Auf einer Fachtagung in
Merida, Mexico gab es 11 Präsentationen von YAQU PACHA - Projekten
und auch in Angers, Frankreich konnte die Gesellschaft während eines
Workshops vorgestellt werden. Ein Dank dafür geht besonders an den
Tiergarten Nürnberg.
5.) Weitere Aktivitäten im Jahr 2006 / Aktivitäten in Deutschland
a) Neue Info-Banner in der
Größe 2 x 0,8m wurden erstellt.
b) Mit einem Stand wurde
das Samba - Festival in Coburg im Juli besucht.
c) Teddy Hermann unterstützt
YAQU PACHA e.V. mit einer Plüschtierkollektion. Beim Kauf eines dieser
''knuddeligen Stellvertreter bedrohter Tierarten'' geht automatisch ein
Euro an die Gesellschaft. 4.650 Euro konnten so bis Ende 2006 eingehen.
Alle Mitglieder sind natürlich herzlich eingeladen, sich diese Kollektion
anzusehen und eines der Kuscheltiere zu erwerben.
d) Am 17./18. September
fand die 8. Benefizveranstaltung für die Gesellschaft YAQU PACHA e.V.
im Tiergarten der Stadt Nürnberg statt. Der Themenschwerpunkt lag
diesmal auf 'Lärm im Meer'. YAQU PACHA e.V. bedankt sich noch
einmal für die Unterstützung und Hilfe aller beteiligten Personen
und Firmen!
Am 09. September 2007 findet
die 9. Benefizveranstaltung mit dem Thema ''DEADLINE'' statt.
e) Im Januar 2007 war YAQU
PACHA e.V. wieder mit einem Stand auf der Messe ''BOOT 2007'' in Düsseldorf
vertreten. Das Thema war diesmal die Kampagne ''DEADLINE''. Mit den neuen
Bannern konnte der Stand diesmal innerhalb des grossen MARES - Standes
aufgebaut werden und erreichte so viele Messebesucher.
Der Verband internationaler
Tauchschulen (VIT) organisierte eine Aktion im Zuge derer drei Skulpturen
von Herrn Josef Fischer auf der Messe in Handarbeit aus Holz entstanden.
Die Gesellschaft bedankt sich hiermit noch einmal bei allen Firmen und
Helfern für die grossartige Unterstützung. Bilder zur BOOT können
auf der Homepage angesehen werden.
f) Die Gruppe YAQU PACHA
- Münster war mit Postern, Handzetteln, Ausstellungen und Infoständen
wieder sehr aktiv. 4 - 6 Zootage werden jährlich besucht und auf dem
monatlich stattfindenden Stammtisch werden Informationen und Ideen ausgetauscht.
Mitglieder und Interessierte sind hierzu jederzeit herzlich eingeladen.
In Abwesenheit der Schatzmeisterin Frau Angela Haller wurde der Finanzbericht vorgetragen. Nach Einsicht in den Bericht der Rechnungsprüfer beantragte Herr Andreas Haller die Entlastung des Vorstandes für das Jahr 2006.
In einer offenen Abstimmung wurde der Vorstand einstimmig bei drei Enthaltungen entlastet.
Der Vorstand bittet darum, geänderte Bankverbindungen und Adressänderungen der Gesellschaft rechtzeitig mitzuteilen. Die Rückgebühren bei der Abbuchung der Mitgliedsbeiträge fallen weiterhin sehr hoch aus!
7.) Planung für die Jahre 2007 / 2008 und Verschiedenes
a) Folgende, bestehende Projekte
werden weiter geführt:
1. Brasilien:
- Ermittlung von Beifangzahlen
des La Plata–Delfins im Norden und Süden Brasiliens
- Eine Teilfinanzierung
des Projektes „Großer Tümmler“
- Umweltpädagogik
2. Uruguay und Chile:
- Ermittlung von Beifangzahlen
des La Plata–Delfins an der Küste Uruguays
- Fortsetzung der Foto-Identifikations-Studie
und des Langzeit-Monitoring-Programmes
- Fortsetzung der Umwelterziehungsprogramme
Projekt ''La Franciscana los Ninos del Uruguay''
- Ausarbeitung eines Küstennutzung-Planes
für Chiloé, Zusammenarbeit mit Blauwal-Forschungsgruppe für
die Einrichtung eines Meeresschutzgebietes vor Chiloé
- Um eine Kontinuität
des Projektes in Chile zu erreichen, wird mithilfe des Tiergartens Nürnberg
ein zweijähriger Arbeitsvertrag mit der Biologin Marjorie Fuentes
geschlossen. Die Kosten belaufen sich auf 10.000 Euro pro Jahr. Somit können
die Studien über die Chiloe Delfine fortgesetzt werden. Ziel ist es,
UWP-Programme zu entwickeln und ein Meeresschutzgebiet (MPA) zu etablieren.
b) Im Januar 2008 (19. -
27.01.2008) wird die Gesellschaft wieder mit einem Stand auf der BOOT präsent
sein. Helfer, die in dieser Woche den Stand besetzen möchten, sind
jederzeit willkommen.
c) Am 09. September findet
die 9. Benefizveranstaltung zugunsten von YAQU PACHA e.V. im Tiergarten
Nürnberg statt.
d) Verschiedene Tagungen
und Vorträge sind geplant.
e) Die Ausstellung ''DEADLINE''
startet im August im Rathaus der Stadt Nürnberg. Als weitere Ausstellungsorte
sind die BOOT in Düsseldorf (19. - 27.01.2008), Münster und Duisburg
geplant. Von Januar - Juli 2008 ist das Meeresmuseum in Stralsund vorgesehen.
f) Herr Noventa (Waldschänke
im Tiergarten Nürnberg) verkauft themenbezogene, kleine Sammlerautos.
2 EUR pro Verkauf gehen an die Gesellschaft.
Zum Abschluss bedankte sich
der Vorstand noch einmal bei allen Helfern im In- und Ausland. Ohne ihren
engagierten Einsatz hätten viele Projekte nicht durchgeführt
werden können!
Zudem fordert Herr Dr. von
Fersen alle Anwesenden auf, Mitglied zu werden, neue Mitglieder zu werben
und für den Verein aktiv zu werden.
Denken Sie bei Geschenken
an das Verkaufsartikelangebot der Gesellschaft.
Organisieren Sie Vorträge,
Ausstellungsmöglichkeiten oder Infotreffen.
Bei Fragen können Sie
sich jederzeit an den Vorstand wenden.
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