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Jahreshauptversammlung der Gesellschaft YAQU PACHA e.V. für das Jahr 2004
 

Protokoll:  Nr. 15
Datum:   30.04.2005
Ort:   Naturkundehaus des Tiergartens der Stadt Nürnberg
Sitzungsbeginn: 18:07 Uhr
Sitzungsende:  19:20 Uhr

Anwesende: Herr Dr. Lorenzo von Fersen,  Herr Stefan Wießmeyer
Frau Christiane Thiere,   Frau Angela Haller
Herr Andreas Haller,   Herr Dirk Hambloch
Herr Werner Schöneich,   Frau Maria Winter
Frau  Bina John,    Herr Rene Kaiser
Frau Ute Mathieu,   Frau Silvia von Fersen
Herr Armin Fritz,    Frau Andrea Plötz
Herr  Michael Sinder,   Herr Heinz Winter
Frau Sandra Isenberg,   Frau Petra Fritz
Herr Sebastian Buhl,   Frau Katja Weidinger
Herr Ralf Kreitmeier,   Frau Inia von Fersen

Tagesordnung: 1. Bericht über die Arbeit des Vorstandes
                      2. Bericht über unsere Projekte in Südamerika im Jahr 2004
                      3. Weitere Aktivitäten der Gesellschaft im Jahr 2004
                      4. Entlastung des Vorstandes
                      5. Neuwahl des Vorstandes
                      6. Planung für das Jahr 2005 und Verschiedenes
 

Zu Beginn der Versammlung begrüßt der erste Vorsitzende Herr Dr. Lorenzo von Fersen alle Anwesenden zur 13. Jahreshauptversammlung der Gesellschaft YAQU PACHA e.V.. Rückblickend auf dieses lange Bestehen der Gesellschaft erläutert er im Folgenden eine der häufigsten an ihn gestellten Fragen: „Wozu braucht man eigentlich Naturschutzgesellschaften? Ist denn Artensterben so schlimm?“
Herr Dr. von Fersen erläutert, dass seit dem Phanerozoikum, seit der Ära des sichtbaren Lebens vor über 400 Millionen Jahren fünf Massensterben dokumentiert worden seien. Das Aussterben von Arten und eine Neu- und Weiterentwicklung ist also Teil der Evolution.
Durch antropogene (menschliche) Einflüsse steigt jedoch das Tempo des Artensterbens.
Sechs Milliarden Menschen bevölkern im Moment die Erde und die Kurven über das Anwachsen der Erdbevölkerung und das Aussterben der Arten verlaufen parallel. Ökologen befürchten deshalb ein sechstes Massensterben: Lebensraumveränderung, Zerstörung der Ozonschicht, die globale Erwärmung, der Entzug der Lebensgrundlage und einseitige Spezialisierung in kleinen Gebieten mit hoher Artenvielfalt führen vermehrt zum Aussterben.
So leben z.B. in der nur 700 Hektar großen Forschungsstation La Selva in Costa Rica mehr Amphibien-, Reptilien- und Säugetierarten als in ganz Deutschland. Eine Veränderung dieses Lebensraumes wäre verheerend.
Bis heute sind 1,5 Millionen Pflanzen- und Tierarten beschrieben worden, doch geht man von einer Gesamtzahl von 10 – 30 Millionen Arten aus. Während zu vormenschlicher Zeit jährlich ca. 10 Arten von der Erde verschwunden sind, ergibt eine Studie von Wilson und Ehrlich ein Artensterben von 27.000 bis 50.000 pro Jahr in der heutigen Zeit; alle 20 Minuten verschwindet so rein statistisch gesehen eine Art.
Herr Dr. von Fersen betont hier jedoch, dass Resignation keine Lösung sei, da durchaus auch Erfolge zu verzeichnen sind: So konnten z.B. das Löwenäffchen, der Kalifornische Kondor, Grauwal, Hawaiigans und der nördliche Seeelefant auch durch die Mithilfe von Zoos und Organisationen gerettet werden.
Optimismus und der Beitrag eines jeden einzelnen führt oft schon zu Erfolgen!
Einzelpersonen können den Artenschutzgedanken leben und verbreiten, Gesellschaften unterstützen Artenschutzmaßnahmen vor Ort und erarbeiten Programme zur Umweltpädagogik.

1. Bericht über die Arbeit des Vorstandes

a) Herr Dr. von Fersen stellte die Partnerzoos der Gesellschaft vor: In Nürnberg, Münster und Dortmund wird mit Postern, Broschüren und Aktionen auf die Gesellschaft aufmerksam gemacht.
Neu gegründet wurde die Gruppe „YAQU PACHA France“. Der Hauptsitz befindet sich im Safaripark Planete Sauvage. Herr Martin Böye übernimmt dort die Organisation.

b) Herr Wießmeyer stellte die  YAQU PACHA - Internetseite vor. Über www.yaqupacha.org kann sich dort jeder schnell und aktuell über die Aktivitäten der Gesellschaft informieren.
Da die Seite von Herrn Wießmeyer nach Zeit und nach dem Vorhandensein aktueller Informationen bearbeitet wird, wird die Seite nicht regelmäßig neu überarbeitet.
Neu sind jedoch die Infoposter zum Herunterladen und Ausdrucken und die Spiele. Über 8000 Besucher nutzen die Seite monatlich. Immer häufiger erreichen uns auf diesem Wege Anfragen von Verlagen oder aus dem spanischsprachigen Raum.
YAQU PACHA – Mitgliedern steht die Möglichkeit offen, den e-mail – Newsletter zu abonnieren.
Herr Dr. von Fersen bedankt sich in diesem Zusammenhang noch einmal bei Herrn Wießmeyer für die Zeit und Mühe, die in die Gestaltung dieser Website investiert wird.
 

2. Bericht über die Projekte in Südamerika im Jahr 2004
 

a) Projekt SACHA PACHA, Ecuador

Nach wie vor ruhen hier fast alle Forschungsarbeiten. Lediglich das Teilprojekt „Riesenotter“ wird fortgeführt. Der Projektleiter Biol. Miguel Rodriguez konnte die Verbreitungskarte des Riesenotters bereits im Vorjahr fertig stellen. Der bis zu 2m lange und 32kg schwere Riesenotter hat eine deutlich zu unterscheidende, individuelle Kehlmarkierung, so dass sich einzelne Tiere sicher identifizieren lassen. Wegen hoher Quecksilberbelastungen innerhalb der Nahrungskette, Staudämmen und starker Bejagung ist diese, ehemals im gesamten Amazonasgebiet beheimatete Otterart inzwischen vom Aussterben bedroht.
 

b) Projekt BUCKELWAL, Ecuador

Seit fünf Jahren werden im Zuge dieses Projektes Bestimmungen der Populationsgrößen durchgeführt. Es erfolgen Untersuchungen von saisonalen Wanderungen und Verhaltensbeobachtungen in den Fortpflanzungsgebieten. Diese Ergebnisse wurden zur Erstellung von Verhaltensrichtlinien beim „Whale watching“ herangezogen.
Der bis zu 30 Tonnen schwere Buckelwal wurde bis 1970 stark bejagt. Die Tiere kommen zur Reproduktion im April / Mai in die warmen Gewässer um Ecuador und ziehen sich ein halbes Jahr später wieder in den nahrungsreichen Süden zurück.
In Ecuador (Beobachtungsgebiete sind Machalilla und Súa) werden direkte Beobachtungen von Land aus und mit dem Boot durchgeführt. Die Position wird mithilfe von GPS ermittelt und anhand von Fluken- und Finnenfotografien wird ein ID-Katalog angefertigt.
Die Beobachtungen ergaben, dass es in Machalilla im Vergleich zum Vorjahr weniger Sichtungen gab, die Anzahl der Jungtiere jedoch von 16 auf 17 minimal wieder anstieg. Wahrscheinlich führt hier der ansteigende Whale-Watching -Tourismus zu einem Abwandern der Tiere. An das bestehende Whale- Watching -Gesetz wird sich kaum gehalten und es ist niemand vor Ort, der eine Durchsetzung erzwingen kann.
In Súa wurden eine Vielzahl neuer Individuen ermittelt und auch die Anzahl der Kälber nahm zu (von 24 auf 30). Dieses Phänomen führen die Biologen darauf zurück, dass sich die Situation für die Buckelwale in ganz Südamerika weiterhin zuspitzt und sich viele Tiere in die noch ruhigen Gewässer von Ecuador zurück ziehen.
Die Gesamtzahl der Population wird auf 920 Tiere geschätzt.
Die Kooperation mit Patricia Flores, FEMM und der Pacific Whale Foundation für eine flächendeckendere Beobachtung wird fortgeführt.
Der Whale Watching–Tourismus nimmt in Ecuador weiterhin zu und führt zu immer größeren Problemen: Viele neue Kapitäne springen auf diesen Einnahmezweig auf, ohne die Richtlinien zu kennen. Sie fahren falsch oder zu dicht auf und zwingen die Wale zu Richtungs- und Verhaltensänderungen. Zudem verleiten diese Schiffsmanöver die alteingesessenen Kapitäne, die Richtlinien ebenfalls zu ignorieren, um ihre Passagiere näher an die Wale heran zu bringen. Eine wichtige Aufgabe der YAQU PACHA - Mitarbeiter ist es also weiterhin, neben der Forschung, Aufklärungsarbeiten zu leisten und die Einhaltung der Gesetze anzumahnen.
Zu diesem Zweck wird das nun fertiggestellte Infozentrum weiter ausgebaut.
Zudem wurden im Jahr 2004 30 Schulen besucht, es wurden Seminare für Studenten und Kapitäne abgehalten und Begleithefte und Broschüren entworfen. Insgesamt wurden 821 Interessierte unterrichtet.
 

c) Projekt LA PLATA – DELFIN, Brasilien – Uruguay - Argentinien

Der La-Plata-Delfin gehört mit seinen max.  1,70m und 45kg zu den kleinsten Delfinarten. Er ist der einzige Flussdelfin, der im Meer lebt. Hier bevorzugt er seichte Küstengewässer, wodurch er sich regelmäßig auch in den Netzen der Fischer verfängt.
Nach anfänglichen Untersuchungen in Argentinien wurde die Erforschung des La Plata-Delfins über Brasilien und Uruguay ausgedehnt und so erfassen die Beobachtungsräume inzwischen das gesamte Verbreitungsgebiet. Es hat sich gezeigt, dass die Tiere in den einzelnen Verbreitungsabschnitten deutliche Unterschiede aufweisen. Diese Erkenntnis muss bei der Erstellung von Management Strategien zum Schutz der Art unbedingt berücksichtigt werden..
Neben der Schätzung der Populationsgröße und der Ermittlung der Beifangproblematik ist dies das eigentliche Ziel des Projektes.
Vier Projektgruppen arbeiten inzwischen an der Erforschung des La Plata-Delfins. Mithilfe von Flug - Transsekten werden Bestandszählungen durchgeführt. Hierbei fliegt eine kleine Maschine mit sechs Besatzungsmitgliedern in einer Höhe von 150m ein bestimmtes zu untersuchendes Gebiet ab und alle gesichteten Tiere werden aufgenommen. Das Untersuchungsgebiet wurde inzwischen auf 600km Küste ausgeweitet. Obwohl die Auszählung noch nicht abgeschlossen ist, weist die Tendenz in Brasilien auf weniger Tiere als im Vorjahr hin.
Ein Grund hierfür ist die Beifangproblematik: Die Mitarbeiter von YAQU PACHA e.V. ermitteln durch Interviews und direkte Beobachtung den Beifang für das gesamte Verbreitungsgebiet. Obwohl die Zahl tendenziell zurückgegangen ist, kann für den kleinen Delfin keine Entwarnung gegeben werden.
In Porto Alegre entstand im Vorjahr durch das Team GEMARS ein Informationszentrum, um die Bevölkerung über diesen unscheinbaren Delfin zu unterrichten.
Neben der Beifangproblematik spielt die Wasserverschmutzung eine große Rolle bei der Sterblichkeit des La Plata-Delfins. Im Verbreitungsgebiet liegen viele Groß- und Hafenstädte, die ihre Abwässer ins Meer leiten. Die Biologen von YAQU PACHA e.V. untersuchen deshalb alle, als Beifänge mitgebrachten Delfine auf Umweltgifte.
Auch zu diesem Projekt gehört ein Umweltpädagogikprogramm mit dem Schulen und Universitäten besucht werden.
Des weiteren entstand eine Broschüre, die über das richtige Verhalten beim Fund eines gestrandeten Delfins informiert.
Die UENF wurde von YAQU PACHA e.V. bei der Veröffentlichung von zwei Publikationen über den La Plata Delfin unterstützt.
 

d) Projekt TONINAS, Chile

Das Projekt „Verteilung, Habitatnutzung und Status der Chilenischen Delfine und der Peale´s Delfine“ wurde weitergeführt.
Beide Delfinarten leben in kleinen Gruppen von bis zu fünf Tieren. Ihre Kälber werden zwischen Dezember und März geboren. ¾ aller Sichtungen erfolgen näher als 400m von der Küste entfernt, so dass eine küstennahe Habitatnutzung anzunehmen ist.
Aufgrund dieser küstennahen Lebensweise kommt es zu Problemen. Die einheimische Bevölkerung betreibt überwiegend Aquakulturen mit Muschel- und Lachsfarmen, neben der Beifangproblematik werden die Delfine als Futterkonkurrenten gezielt abgeschossen.
Die Beobachtungen des Jahres 2004 ergaben einen Rückgang der Anzahl gesichteter Peale´s Delfine. 320 Weissbauchdelfine konnten identifiziert werden. Damit findet sich hier ein sehr gutes Beobachtungsgebiet für den inzwischen sehr seltenen, kleinen Delfin.
Sonja Heinrich wird das Team vor Ort nun verlassen, hinterlässt aber eine gut eingearbeitete Gruppe, die das Projekt weiterführen wird.
Im Zuge des umweltpädagogischen Programms wurden die Schüler der Dorfschule unterrichtet. Die Themenschwerpunkte lagen bei „Delfinen, Unweltproblematik und Ökosysteme“.
 
 

e) Weitere Projekte, die von YAQU PACHA e.V.  2004 unterstützt wurden

- Wie schon im Vorjahr unterstützte YAQU PACHA e.V.  die Organisation SOLAMAC bei der Herausgabe des “The Latin American Journal of Aquatic Mammals”. Mitglieder, die an den Ausgaben interessiert sind, melden sich bitte bei Herrn Dr. von Fersen.

- Frau Marila Lazzaro rief 2003 in Uruguay das Projekt Umweltpädagogik unter dem Namen „La Franciscana y los ninos del Uruguay“ ins Leben. Hier wurden Schulen an der Küste zum Mitmachen aufgefordert. Im ersten Schritt wurden die Lehrer über den La-Plata-Delfin und die verbundene Problematik informiert. Sie gaben dann in ihrem Unterricht dies Wissen themenbezogen weiter. So wurden im Kunstunterricht La-Plata-Delfine gemalt, im Sprachunterricht wurden Aufsätze über ihn geschrieben, der Musikunterricht sang Lieder über den Delfin und der Mathematikunterricht befasste sich z.B. mit Futtermengen etc.
Die schönsten und interessantesten Ergebnisse dieses Projektes fasste Frau Lazzaro in einem Kinderbuch zusammen. Ein Kinderlied wurde auf CD festgehalten. Das Lied gewann im Zuge eines nationalen Preisausschreiben im Vorjahr den ersten Platz.
Diese Arbeit wurde ebenfalls fortgeführt.

- Auf der 11. Internationalen Tagung über wasserlebende Säugetiere in Südamerika war YAQU PACHA e.V. mit zwei Postern und einem Vortrag vertreten.

- Wer sich näher für die derzeitigen Projekte von YAQU PACHA e.V. interessiert, ist gerne eingeladen, sich im Internet unter www.yaqupacha.org darüber zu informieren. Leider sind nicht alle Berichte in deutscher Sprache, da der Aufwand für die Übersetzung zu groß ist, doch wird hier trotzdem ein guter Einblick in die Vereinsarbeit gegeben.
 

3) Weitere Aktivitäten im Jahr 2004 / Aktivitäten in Deutschland

a) Dauerhafter Ansprechpartner in Dortmund ist Volker Gatz (gatz@yaqupacha.org). Er ist Tierpfleger u.a. bei den Riesenottern im Zoo und betreut dort den permanenten Infobereich über die Gesellschaft.

b) Der neue YAQU PACHA – Infofilm wurde den Anwesenden vorgestellt. Er läuft jeweils vor den Vorstellungen im Delfinarium Nürnberg. Die Gesellschaft bedankt sich herzlich bei IMBISS Film für die Bereitstellung des Videos. Frau Plötz merkt an, dass eine Neugestaltung des Filmes sehr schwierig war, da kaum Filmmaterial vorliegt. Wer geeignetes Material über YAQU PACHA e.V. oder die Projekte besitzt, wird gebeten, dieses bereitzustellen.

c) Am 19. September fand die 6. Benefizveranstaltung für die Gesellschaft YAQU PACHA e.V. im Tiergarten der Stadt Nürnberg statt. Der Themenschwerpunkt lag diesmal auf der „Umweltpädagogik.
Mit Infoständen, Posterwänden und Videovorführungen konnte Besuchern die Bedeutung der Schulung vor Ort näher gebracht werden. In einer Tombola wurden zahlreiche und attraktive Preise vergeben. YAQU PACHA e.V. bedankt sich noch einmal für die Unterstützung und Hilfe aller beteiligten Personen und Firmen!

d) Der Förderverein „Lagune 2000“ veröffentlichte mit Hilfe des Tiergarten Nürnberg für das Jahr 2004 einen Delfinkalender. Zwei Motive von YAQU PACHA e.V. wurden hier aufgenommen und informieren über die Gesellschaft. Obwohl YAQU PACHA e.V. durch diesen Kalender keinen finanziellen Vorteil erreichen konnte, war die Gesellschaft doch auch in dieser Form präsent.

e) Im Januar 2005 war YAQU PACHA e.V. wieder mit einem Stand auf der Messe „BOOT2005“ in Düsseldorf vertreten.
Zugegebenermaßen sind die Kosten für die Teilnahme an dieser Veranstaltung sehr hoch, doch zeigte sich schon im zweiten Jahr eine deutlich größere Interesse an der Gesellschaft und es konnten wichtige Kontakte geknüpft werden. Da der Stand nun komplett ist, wird die Gesellschaft im nächsten Jahr mit geringeren Kosten wieder an der Messe teilnehmen können. Die Gesellschaft bedankt sich hiermit noch einmal bei allen Helfern.

f) Im folgenden berichtete Sandra Isenberg über die Arbeit der Gruppe „YAQU PACHA Münster“:
Wie in den Vorjahren war YAQU PACHA e.V. an den Zootagen im Zoo von Wuppertal vertreten.
Der Zoo Dortmund wurde ebenfalls mit einem Infomobil besucht. In beiden Tiergärten fand die Gesellschaft hohen Anklang.
Erstaunlicherweise wurde das Infomobil an den zwei Infotagen im „heimischen“ Zoo Münster nicht sehr gut angenommen. Allerdings ist die Gesellschaft dort auch das ganze Jahr über in einer permanenten Ausstellung im Delfinarium vertreten.
Jeden ersten Freitag im Monat treffen sich die Mitglieder der Arbeitsgruppe Münster zu einem Stammtisch, um sich über Aktuelles auszutauschen. Auf diesem Weg lädt Sandra Isenberg jeden Interessierten ein teilzunehmen. Der Stammtisch findet im „Befers“ um 19:00 Uhr statt.
 

4. Entlastung des Vorstandes

Die Schatzmeisterin Frau Angela Haller trug den Finanzbericht vor. Er ist als Anlage dem Protokoll beigefügt. Nach Einsicht in den Bericht der Rechnungsprüfer beantragte Herr Andreas Haller die Entlastung des Vorstandes für das Jahr 2004.
In einer offenen Abstimmung wurde der Vorstand einstimmig bei vier Enthaltungen entlastet.
 

5. Neuwahlen des Gesamtvorstandes

Alle Mitglieder des Gesamtvorstandes erklärten sich zur Wiederwahl bereit und wurden in einer offenen Abstimmung mit 17 Stimmen bei vier Enthaltungen bestätigt.
Herr Dr. Lorenzo von Fersen, Herr Stefan Wießmeyer, Frau Angela Haller und Frau Christiane Thiere nahmen die Wahl an.
 

6. Planung für das Jahr 2005 und Verschiedenes

a) Folgende, bestehende Projekte werden weiter geführt:
1. in Ecuador:
- Über die Weiterführung des Riesenotterprojektes besteht eine Anfrage. Hier müssen erst die Finanzen geklärt werden.
- Buckelwale in Machalilla und Esmeraldas
- Umweltpädagogik in Pto. López und Súa

2. in Brasilien:
- Monitoring Beifang La Plata – Delfin im Norden und Süden Brasiliens
- Umweltpädagogik
- Buckelwale

3. in Uruguay und Chile:
- La Franciscana y los Ninos del Uruguay
- Bycatch Franciscana
- Toninas
- Umweltpädagogik

b) YAQU PACHA e.V. unterstützt die NGO FrancaAustral bei der Wiederaufnahme Uruguays in die IWC, die Internationale Walfang Kommission.
Uruguay ist nur ein kleines Land, erscheint YAQU PACHA e.V. aber ein wichtiger Vertreter in der IWK, da dort 35 verschiedene Cetaceenarten beheimatet sind.

c) YAQU PACHA e.V. ist auf den Fürstenfelder Naturfototagen von 03. – 05. Juni 2005 bei der Meeressäuger – Ausstellung vertreten.

d) YAQU PACHA wird mit einem Stand auf dem Internationalen „Samba Festival“ vom 09.–10.07.2005 in Coburg mit einem Infostand vertreten sein. Diese Event geht bereits in das zweite Jahrzehnt seines Bestehens und gilt als eine sehr bedeutende Veranstaltung.

e) Vom 21. – 29. Januar 2006 wird die Gesellschaft wieder mit einem Stand auf der BOOT präsent sein. Helfer, die in dieser Woche den Stand besetzen möchten, sind jederzeit willkommen.

f) Am 17. und 18. September findet die 7. Benefizveranstaltung zugunsten von YAQU PACHA e.V. im Tiergarten Nürnberg statt. Der Schwerpunkt wird diesmal auf dem Thema „Lebensraum Wasser“ liegen.

g) Die „N-Ergie“ sponsert eine Wanderausstellung zum Thema „Wasser“. Über die Ausstellungssorte entscheidet die E-Ergie. Am Ende der „Ausstellungsrunde“ kann jedoch jeder Interessierte die Poster für eine eigene Ausstellung beantragen.

h) YAQU PACHA e.V. wird auf der 12. Internationalen Meeressäugertagung in Mexiko präsent sein.

i) Frau Andrea Plötz stellte einen englischsprachigen Infofilm über die Gesellschaft YAQU PACHA e.V. vor. Dieser Film wurde im Zuge einer Veranstaltung in Genf präsentiert.
Herr Ronald Menzel hatte zu dieser Veranstaltung zahlreiche Naturschutzorganisationen und Biologen eingeladen. Mit einem Segelboot will er mehrere Jahre lang auf einer festgelegten Route die Weltmeere bereisen. Forscher und Organisationen können ihn und sein Boot auf diesem Weg begleiten. An den Anlegestationen wird er in Vorträgen auf Themen und Zielsetzungen der Institutionen hinweisen.
In ca. 3 ½ Jahren wird er in Südamerika anlegen.
Alle Anwesenden Mitglieder waren von dem Film begeistert und es wurde angeregt, ihn in deutsche Sprache zu übersetzen.

Zum Abschluss bedankte sich der Vorstand noch einmal bei allen Helfern im In- und Ausland. Ohne ihren engagierten Einsatz hätten viele Projekte nicht durchgeführt werden können!
 
 
Christiane Thiere
Dr. Lorenzo von Fersen
(Schriftführerin)
(1. Vorsitzender)

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