Jahreshauptversammlung der Gesellschaft Yaqu Pacha e.V. für das Jahr 2002
Protokoll: Nr.13
Datum: 12.04.2003
Ort: Naturkundehaus des
Tiergartens der Stadt Nürnberg
Sitzungsbeginn: 18:04 Uhr
Sitzungsende: 20:20 Uhr
Anwesende:
Herr Dr.
Lorenzo von Fersen, Herr
Stefan Wiessmeyer,
Frau Christiane Thiere, Frau Sylvia Dallmann,
Frau Tatjana Lürwer, Herr Michael
Sinder, Frau Hildegard Fockele,
Herr Armin Fritz, Herr Martin Böye, Herr Ralf Kreitmaier, Herr Heinz
Mattener, Frau Barbara Nowak, Frau Monika Lechermeier, Herr Werner Schöneich,
Herr Heinz Winter, Frau Maria Winter, Herr Guido Frank, Frau Sandra Isenberg,
Frau Stefanie Klahn, Frau Andrea Plötz,
Frau Ann Sophie Lecointre
Tagesordnung:
1. Bericht
über die Arbeit des Vorstandes
2. Bericht
über die Projekte im Jahr 2002
3. Weitere
Aktivitäten im Jahr 2002
4. Entlastung
des Vorstandes
5. Verschiedenes
6. Planung
für das Jahr 2003
1.Bericht
über die Arbeit des Vorstandes
a) Zu Beginn der Versammlung begrüßte der 1. Vorsitzende Herr Dr. von Fersen alle Anwesenden, im Besonderen die anwesenden Mitglieder der sehr aktiven Gruppe ''YAQU PACHA Münster''. Neben dem Zoo Münster und dem Tiergarten Nürnberg habe sich der Zoo Dortmund als weiterer Partnerzoo etabliert. Durch Plakate und Broschüren wird dort auf die Gesellschaft aufmerksam gemacht
b) Herr Dr. von Fersen machte darauf aufmerksam, dass sich der Tagesordnungspunkt ''Entlastung des Vorstandes' entgegen der Einladung auf einen späteren Programmpunkt verschoben habe.
c)
Anschließend gab Herr Dr. von Fersen eine allgemeine Beschreibung
darüber, auf welche Weise YAQU PACHA e.V. in den nun 10 Jahren
des Bestehens arbeitet:
Ein mit der Satzung übereinstimmendes
Projekt wird von Biologen, Universitäten oder NGOs (Non Governmental
Organisations) bei YAQU PACHA Deutschland eingereicht. Nach Bewilligung
des Projektes, werden die Aufträge erteilt. In regelmäßigen
Abständen erhält YAQU PACHA Zwischenberichte. Die Forschungsergebnisse
werden veröffentlicht und aus ihnen heraus entstehen in Zusammenarbeit
mit Ministerien und anderen NGOs geeignete Schutzmassnahmen.
Im Jahre 1996 wurde in Ecuador
parallel zur Forschungsarbeit erstmals ein Pädagogikprogramm für
die einheimische Bevölkerung entwickelt. Seitdem ist die Umweltpädagogik
ein fester Bestandteil aller Projekte und wird ebenso wie die eigentliche
Forschung in Veröffentlichungen dargestellt.
d)
YAQU PACHA e.V. war im Jahr 2002 auf folgenden Tagungen vertreten :
- EAAM (Europ. Assoc. Aquatic
Mammals)
- ECS (Europ. Cetacean Soc.)
- CMS (Convention of Migratory
Species)
- SOLAMAC (Soc. Latinamer.
Mam. Acuaticos)
- RT (South American Meeting
of Mar. Mammal Species)
e)
Herr Wiessmeyer stellte die YAQU PACHA-WebSite vor. Sie war aufgrund ihres
Aufbaus und Ihrer Übersichtlichkeit im Vorjahr der Gewinner des ''Golden
Web Award''. Über www.yaqupacha.org
kann sich dort jeder über die Gesellschaft informieren. Die Internetseite
ist vielsprachig, schnell, aktuell und stellt eine kostengünstige
Alternative dar um Interessierte über die Aktivitäten der Gesellschaft
zu informieren. Die Besucher der YAQU PACHA-WebSite haben die Möglichkeit
online einen e-mail Newsletter zu abbonnieren. Diese Infos erscheinen 6x
im Jahr und spiegeln die Aktivitäten des Vereines besser wieder als
die Broschüre ''Aktuell''.
Diese Broschüre ist
nicht immer ganz aktuell, da sie bisher nur in unregelmässigen Abständen
erscheinen kann. Weiterhin ist Druck, Falz und Porto relativ teuer. (Herr
Wiessmeyer). Dennoch sollte diese auf dem Postweg erscheinende Form nicht
wegfallen, da hiermit auch nicht aktive Mitglieder und Mitglieder ohne
Internetzugang informiert werden können (Herr Fritz). Es wurde entschieden,
die Broschüre ''Aktuell'' beizubehalten, sie aber einfacher zu gestalten.
Statt gefalzter Mehrfarbbroschüre wird sie nur noch als Infobrief
erscheinen.
2.Bericht
über die Projekte im Jahr 2002
a)Projekt
SACHA PACHA (Ecuador)
Dieses Projekt ist nach
wie vor durch Guerillakriege und Auseinandersetzungen zwischen den einzelnen
Indianerstämmen nur eingeschränkt fortzuführen. Wegen hoher
Bestechlichkeit der Beamten würden viele Gelder kaum ihr Ziel erreichen.
Allerdings scheint sich die Situation langsam zu bessern, so dass das Teilprojekt
„Riesenotter“ wahrscheinlich bald wieder anlaufen kann. Ein Antrag auf
die Unterstützung durch EU-Gelder wird z.Z. bearbeitet. Projektleiter
Biol.
Miguel Rodriguez erstellt mithilfe von direkten Beobachtungen, Berichten,
Fussabdrücken, Markierflächen und Höhlen eine Verbreitungskarte.
Der bis zu 2m lange und
32kg schwere Riesenotter hat eine deutlich zu unterscheidende, individuelle
Kehlmarkierung, so dass sich einzelne Tiere leicht identifizieren lassen.
Wegen Quecksilberbelastung innerhalb der Nahrungskette (im Zuge der Goldgewinnung),
Staudämmen und starker Bejagung ist diese, ehemals im gesamten Amazonasgebiet
beheimatete Otterart inzwischen vom Aussterben bedroht.
b)Projekt
BUCKELWAL (Ecuador)
Seit drei Jahren werden
im Zuge dieses Projektes Bestimmungen der Populationsgrößen
durchgeführt. Es erfolgen Untersuchungen von saisonalen Wanderungen
und Verhaltensbeobachtungen in den Fortpflanzungsgebieten. Diese Ergebnisse
wurden zur Erstellung von Verhaltensrichtlinien beim „Whale-watching“ heran
gezogen.
Der bis zu 30 Tonnen schwere
Buckelwal wurde bis 1970 stark bejagt. Die Tiere kommen zur Reproduktion
im April/Mai in die warmen Gewässer um Ecuador und ziehen sich ein
halbes Jahr später wieder in den nahrungsreichen Süden zurück.
In Ecuador (Beobachtungsgebiete Machalilla und Súa) werden direkte
Beobachtungen von Land und mit dem Boot durchgeführt. Die Positionen
werden mithilfe von GPS ermittelt und anhand von Fluken- und Finnenfotografien
wird ein ID-Katalog angefertigt.
Ein direkter Vergleich der
Beobachtungsjahre 2001 und 2002 zeigte 15% mehr Sichtungen täglich
und eine Zunahme der Kälber um 11%. Bei diesen Gebieten handelt es
sich um wichtige Fortpflanzungsgewässer. Eine negative Entwicklung
ist allerdings im „Whale-watching-Tourismus“ zu sehen. Die Boote fahren
häufiger und die Kapitäne halten sich weniger an die Abmachungen.
Immer öfter werden Wale beobachtet, die aufgrund von Bedrängung
durch die Boote ihre Schwimmrichtung ändern.
Besonders wichtig ist in
diesem Projekt deshalb die Pädagogik zu bewerten. Letztes Jahr wurden
13 Schulen besucht und 540 Kinder unterrichtet. Es wurde ein Begleitheft
entworfen und ein Umweltclub an der Schule „Estrella del Mar“ gegründet.
Des weiteren wurden Seminare für die Kapitäne abgehalten.
Seit dem 04. März 2002
haben die Richtlinien zum Thema „Whale watching“, die u.a. von YAQU PACHA
e.V. erarbeitet wurden, in Ecuador Gesetzeskraft. Drei Ministerien und
FEMM (eine ecuadorianische Naturschutzorganisation) waren an der
Durchsetzung beteiligt. Mithilfe dieses Gesetzes ist es jetzt auch für
die Marine möglich, die Kapitäne zu kontrollieren. Anfang 2002
wurde mit dem Bau eines „Meeresschutzzentrums“ in Súa begonnen.
Dieses Museum und Forschungszentrum wird von den Vereinten Nationen finanziert
und von Frau Dr. Judith Denkinger geleitet. Es soll in Zukunft als Basislager
für weitere Forschungen dienen.
c)
Projekt La Plata - Delfin (Brasilien, Uruguay,
Argentinien)
Der La Plata - Delfin gehört
mit seinem 1,70m und 45kg zu den kleinsten Delfinarten. Er ist der einzige
Flussdelfin, der im Meer lebt. Hier bevorzugt er seichte Küstengewässer,
wodurch er sich regelmäßig auch in den Netzen der Fischer verfängt.
Nach anfänglichen Untersuchungen
in Argentinien, wurde die Erforschung des „Franciscana“ über Brasilien
und jetzt auch Uruguay ausgedehnt. Somit umfassen die Beobachtungsräume
erstmals das gesamte Verbreitungsgebiet. Etwa 3200km Küstenlinie werden
einbezogen. Hauptanliegen des Projektes ist die Schätzung der Populationsgrösse,
die Ermittlung der Beifangproblematik und die Erstellung von Management
Strategien zum Schutz der Art.
Mit Transsekten und „Aerial
Survey“ wurden vom Projektleiter Dipl. Biol. Eduardo Secchi 286 Tiere in
435qkm nachgewiesen. Dabei kamen sie fast ausschließlich allein oder
in Kleinstgruppen vor. Eine Hochrechnung auf das gesamte Verbreitungsgebiet
würde eine Gesamtpopulation von 40.857 Tieren ergeben.
Durch Interviews und direkte
Beobachtung konnte parallel ermittelt werden, dass ca. 2800 Tiere jährlich
in den Netzen der Fischer sterben (das wären ca. 7 % der Gesamtpopulation).
Um gerade hier exakte Werte zu ermitteln, wird die Freundschaft der Fischer
gesucht. Den Mitarbeitern des Projektes ist es so immer wieder gestattet,
auf Touren mitzufahren und sich so einen eigenen Eindruck zu verschaffen.
Neben der Beifangproblematik
spielt die Wasserverschmutzung eine große Rolle bei der Sterblichkeit
der Franciscana. Im Verbreitungsgebiet liegen sehr viele Groß- und
Hafenstädte, die Ihre Abfälle ins Meer leiten. Bei der Überlebenswahrscheinlichkeit
einer Tierart geht man generell davon aus, dass sich die Population bei
einer Mortalität von bis zu 3% problemlos regeneriert. Rückschliessend
erscheint sicher, dass der La Plata - Delfin ohne schnelle Hilfe aussterben
wird.
Durch die Unterstützung
von YAQU PACHA e.V. wurde das „Erste Journal über Biologie, Gefährdung
und Maßnahmen zum Schutz des stark bedrohten La Plata - Delfins“
herausgegeben. Weitere Veröffentlichungen von Biol. Eduardo Secchi
und Dr. Lorenzo von Fersen sind ebenso erschienen. Der La Plata - Delfin
wurde laut der CMS vom Status „unbekannt“ in den Status „bedroht“ erhoben.
Dennoch ist es schwierig, diese unscheinbare Meeressäugetierart den
Menschen näher zu bringen oder eine Lobby zu gewinnen.
Unser Mitarbeiter Dipl.
Biol. Eduardo Secchi wurde mit zwei weiteren südamerikanischen
Biologen vom WWF in eine ''task force'' für Walbeifänge gebeten.
Diese 30 Biologen umfassende Gruppe wird sich durch Forschung, Koordination
und Diskussion mit der weltweit aktuellen Situation der Beifangproblematik,
die Wale betreffend, auseinander setzen.
d)Projekt
Toninas (Chile)
Im Jahr 2002 kam das Projekt
„Verteilung, Habitatnutzung und Status der Chilenischen Delfine und der
Peale´s Delfine im Chiloe Archipel in Südchile“ neu zu den bestehenden
Projekten hinzu. Dipl. Biol. Sonja Heinrich
leitet die Arbeit in Kooperation mit der Universität of St. Andrews,
Schottland und weiteren Kollegen aus Chile.
Sowohl der Peale-Delfin
als auch der Chiledelfin leben in kleinen Gruppen von bis zu 5 Tieren.
Ihre Kälber werden zwischen Dezember und März geboren. 75% aller
Sichtungen waren näher als 400m von der Küste entfernt. Eine
küstennahe Habitatsnutzung ist deshalb anzunehmen.
Aufgrund der küstennahen
Lebensweise kommt es auch hier zu Problemen. Die einheimische Bevölkerung
betreibt überwiegend Aquakulturen mit Muschel- und Lachsfarmen, neben
der Beifangproblematik werden die Delfine auch gezielt abgeschossen. Aus
diesem Grund wird auch an dieses Projekt ein Pädagogikprogramm angeschlossen,
dass von einer chilenischen Biologin weitergeführt wird.
e)
Weitere Projekte, die YAQU PACHA e.V. 2002 unterstützt hat
- die Beifangproblematik
im nördlichen Verbreitungsgebietes der Franciscana
- Migration von Buckelwalen
in Brasilien
- Umweltpädagogik zum
Thema La Plata - Delfin in Uruguay
3.
Weitere Aktivitäten im Jahr 2002
a) Am 15. September 2002 fand im Tiergarten Nürnberg die vierte Benefizveranstaltung zugunsten der Gesellschaft YAQU PACHA e.V. statt. Unter dem Motto „Alarmzustand im Meer“ gab es für alle Besucher viel zu entdecken. U.a. wurde ein riesiger Pappmachedelfin errichtet und von Kindern bemalt. Auch in den Delfinariumsvorstellungen wurde das Thema aufgegriffen.
b) Neben der chemischen Kontamination der Meere über Wasser und Luft erreicht die akustische Kontamination ein immer höheres Ausmaß. Schiffsverkehr, Bohrinseln, militärische Übungen oder die Echolote der Kriegsschiffe schädigen immer häufiger die Kommunikation und Orientierung der Meeresbewohner. Zu dem Thema ''Alarmzustand im Meer'' gibt es unter www.yaqupacha.org zu den einzelnen Bereichen verschiedene Artikel.
c) Zum Thema „Alarmzustand im Meer“ wurde von Fa. Winter eine geeignete Ausstellungswand gespendet.
d) Die YAQU PACHA - Gruppe Münster war zum Zootag am 07.Juli 2002 mit einem Info- und Verkaufsstand zu Gast im Zoo Wuppertal. Direkt neben der Robbenanlage informierten sie die Besucher über die Projekte und Aktionen der Gesellschaft. Über den Verkauf konnten 300 Euro eingenommen werden. Die Gruppe Münster plant für die Zukunft weitere Gastauftritte und wird dieses Jahr u.a. den Zoo Dortmund besuchen.
e) Am 9. Juni 2002 waren Herr Dr. von Fersen und Herr Wießmeyer zu Gast im Allwetterzoo Münster. Im Zuge eines Vortrages wurde YAQU PACHA e.V. in der Zooschule mit Hilfe einer Power Point Präsentation vorgestellt. Diese Art der Vortragstechnik kam hier erstmals zum Einsatz. Engagierten Mitgliedern soll damit die Möglichkeit geschaffen werden, Interessierte über die Arbeit der Gesellschaft zu informieren. In modifizierter Form kann diese Präsentation auch im Internet eingesehen werden. Mitglieder können eine CD mit der vollständigen Präsentation jederzeit über den Vorstand anfordern.
f)
Die Arbeitsgruppe Münster stellte
sich vor:
Einmal monatlich treffen
sich die aktiven Mitglieder der Gesellschaft bei einem „Stammtisch“.
Hier erfolgt der Austausch von Neuigkeiten und gemeinsame Aktionen werden
besprochen. Interessierte Nichtmitglieder sind jederzeit willkommen und
können sich hier unverfänglich über die Arbeit von YAQU
PACHA e.V. informieren. Dadurch konnten bereits neue Mitglieder gewonnen
werden.
g)
YAQU PACHA e.V. beteiligt sich an der Kampagne Leben
braucht Vielfalt des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz
und Reaktorsicherheit.
Allerdings wird diese Mitarbeit
den Bekanntheitsgrad der Gesellschaft nicht nennenswert steigern, da die
entsprechende Internetseite sehr unübersichtlich aufgebaut ist. Herr
Wießmeyer empfiehlt, trotzdem diese Seite zu besuchen.
h)
In Abwesenheit der Schatzmeisterin Frau Haller stellte Herr Dr. von Fersen
den Finanzbericht vor. Dieser liegt dem Protokoll bei. Da es immer wieder
zu unnötigen Rückgebühren durch falsche Bankverbindungen
kommt, bittet der 1. Vorsitzende, Änderungen der Bankverbindungen
oder des Wohnortes rechtzeitig mitzuteilen.
4.
Entlastung des Vorstandes
Nach Einsicht in den Bericht
der Rechnungsprüfer (liegt dem Protokoll bei) beantragt Herr Michael
Sinder die Entlastung des Vorstandes für das Jahr 2002.
In einer offenen Abstimmung
wurde der Vorstand einstimmig bei drei Enthaltungen
entlastet.
5.
Verschiedenes
a)
Herr Martin Boye übersetzte die YAQU PACHA - WebSite in
die französische Sprache.
Zur Zeit arbeitet er im
Delfinarium Nürnberg an seiner Doktorarbeit über die Verarbeitung
kommunikativer Laute bei Meeressäugetieren. Ende dieses Jahres wird
er nach Frankreich zurückkehren. Mit Hilfe des Parks „Planete Sauvage“
will er eine Zweigstelle „YAQU PACHA - France“ errichten, um die Gesellschaft
auch in diesem Land bekannt zu machen. ''Planete Sauvage'' ist ein Zoo
und Freizeitpark im Westen von Frankreich. Auf 10km Safaristrecke werden
den Besuchern hier in 16 Anlagen ( 100ha) 130 Tierarten vorgestellt. 270.000
Besucher zählte der Park im Jahr 2002. ''Planete Sauvage'' wird die
Gesellschaft finanziell, durch die Bereitstellung eines Büros und
durch Präsentation der Projekte unterstützen. Ein Pädagogisches
Programm ist geplant. Im Gegenzug gestaltet YAQU PACHA e.V. Plakate und
Flyer ( die Kosten dafür übernimmt ebenfalls der Park) und stellt
benötigtes Bild- und Videomaterial zur Verfügung. Da es in Frankreich
kaum NGOs gibt, ist die Zusammenarbeit für die Gesellschaft sehr interessant.
Ein besonderes „Danke“ gilt hier Herrn Boye. Unter den aktiven Mitgliedern
von YAQU PACHA e.V. gibt es niemanden, der französisch spricht, so
dass die gesamte Arbeit ihm obliegt.
b) Herr Schöneich spendete ein „interaktives Informationsterminal“. Auf die CD dieses Computers lassen sich 10 verschiedene Sprachaufzeichnungen speichern (z.B. Tierstimmen, kurze Erklärungen etc.), die dann von Besuchern über Druckknöpfe abgerufen werden können.
c) Die Neuauflage der ''YAQU PACHA - Uhr'' ist weiterhin ein Problem, da die Mindestauflage nicht von der Gesellschaft allein finanziert werden kann.
d)
Frau Nowak merkte das Fehlen von Flyern im YAQU PACHA - Ausstellungsraum
des Tiergartens an. Dazu kann es an besucherreichen Tagen aber immer wieder
kommen, da nur eine bestimmte Menge an Prospekten in die Halterungen passen
und diese ehrenamtlich aufgefüllt werden (Anmerk. der Protokollführerin).
Frau Nowak schlug vor, ein
auffälligeres Sparschwein in diesem Ausstellungsraum anzubringen.
Herr Dr. von Fersen bittet zu beachten, dass dieses „Schwein“ im Tiergarten
steht und es hier nicht zu Interessenkonflikten kommen soll.
Aus diesem Grund kann die
Benefizveranstaltung 2003 für YAQU PACHA e.V. auch nicht das Thema
„Delfine helfen Kindern“ (Vorschlag Frau Nowak) beinhalten. Dieses wäre
eine Vermischung mit dem Tiergartenthema „Lagune 2000“. YAQU PACHA e.V.
hat dagegen die Schwerpunkte Artenschutz, Naturschutz und Umweltpädagogik.
Im Folgenden stellte Frau
Nowak die Ergebnisse einer „Spendenaufkommenstatistik“ vor. Diese verdeutlichte,
das es wichtiger ist „alte“ Spender und Mitglieder
zu erhalten, als „neue“ hinzu zu gewinnen. Mitglieder sollten also immer
wieder motiviert, informiert und angeregt werden, sich für „ihre“
Gesellschaft einzusetzen.
Frau Nowak erklärte
sich bereit, sich über Themen Gedanken zu machen, mit denen man gezielt
dazu ausgesuchte Firmen zum Sponsoring anregen könnte.
e)
Herr Winter fragt an, ob es möglich sei, organisierte Reisen in die
Forschungsländer anzubieten. Dessen Durchführung ist sehr problematisch,
da die Finanzämter solche Aktionen sehr genau beobachten; zudem ist
die Haftung bei solchen Reisen nicht einfach zu gestalten. Man könnte
nur mit einem Veranstalter zusammen arbeiten, der Reisen in diese Länder
im Programm aufführt (Dr. von Fersen). Frau Nowak schlägt vor,
Anbietern solcher Touren unsere Biologen als ortskundige Führer anzubieten.
Man müsste die Möglichkeiten vor Ort aber erst abklären.
Herr Kreitmaier wirft ein, dass sich interessierte Mitglieder vor Reisen
in die Forschungsgebiete sicher beim Vorstand Informationen, Adressen und
Ansprechpartner erfragen können. Allgemein stelle sich aber wohl die
Frage, ob die Gesellschaft einen steigenden Tourismus in diesen empfindlichen
Ökogebieten überhaupt wünscht.
6.
Planung für das Jahr 2003
a)
Wegen der genannten Probleme ist die Unterstützung für das Projekt
''Sacha Pacha'' in Ecuador ungewiss. Alle anderen Projekte werden fortgeführt:
- Riesenotter in Yasuní
- Buckelwale in Machalilla
und Esmeraldas
- Umweltpädagogik in
Pto. López und Súa
- Monitoring Beifang La
Plata Delfine im Süden und Norden Brasiliens
- Umweltpädagogik in
Brasilien
- Buckelwalprojekt in Brasilien
- Pädagogikprogramm
La Plata Delfin in Uruguay
- Projekt Toninas in Chile
mit Pädagogikprogramm
b) Herr Wiessmeyer regt an, die BOOT 2004 in Düsseldorf aufzugreifen. Er selbst ist dort mit einem eigenen Stand seit ein paar Jahren vertreten. Das Publikum würde genau dem von YAQU PACHA e.V. entsprechen. Die BOOT findet neun Tage in der letzten Januarwoche statt (von Sa. bis So.). Da Herr Wießmeyer wieder mit einem eigenen Stand vor Ort sein wird, kann er den Messestand von YAQU PACHA e.V. nicht betreuen. Der Stand könnte 3 x 4 Meter gross sein und müsste täglich mit drei Personen besetzt werden. Die „Gruppe Münster“ hat bereits einen Besetzungsplan erarbeitet, kann aber nicht alle Tage allein abdecken. Es werden dringend noch Helfer (auch für einen Tag) benötigt. Da es sich bei YAQU PACHA e.V. um eine gemeinnützige Naturschutzorganisation handelt, sind nur 50% der üblichen Standgebühren zu zahlen. Ein Messestand müsste ausgearbeitet werden. Dieser sollte zu diesem Anlass sehr professionell aussehen. Die Arbeit, die einmalig in die Anfertigung gesteckt werden müsste, würde sich für weitere, derartige Aktionen bezahlt machen. Auch hier werden noch Helfer gesucht.
c)
Im Internet werden ab September 2003 Patenschaften
für den La Plata-Delfin ausgeschrieben. Die Paten können
dort ein fiktives Planquadrat einer Verbreitungskarte erwerben. 400 Schutzareale
von je 3600qkm stehen zur Verfügung. Der Preis soll 100 Euro pro Jahr
und Areal betragen. Diese Karte ist im Internet zu sehen.
Erworbene Rasterquadrate
werden mit Foto oder Informationen über die Paten ausgefüllt.
Das Einsetzen von Links zu eigenen Homepages ist möglich.
Benjamin
Franz gestaltete das Patenschaftslogo in
Form eines La Plata-Delfines.
Es wird auf ein Polo - Shirt
gedruckt. Diese Hemden sollen den Paten als Identifikationmittel dienen.
Es wird überlegt, eine kleine Auflage in einem Internetshop anzubieten.
Als Verkaufsartikel im Tiergarten ist das Shirt nicht geeignet, da es im
Zoo zu hohe Konkurrenz durch eine Vielzahl anderer Verkaufs-T-shirts gibt
(Herr Fritz). Frau Nowak schlägt vor, eventuell auch Baseballcaps
oder Puzzles mit dem Logo anzubieten.
d)
Es sind weitere Patenschaften in Planung. Für das Projekt ''Buckelwal''
soll eine ähnliche Internetaktion wie für die La Plata-Delfine
ins Leben gerufen werden.
Im Bereich Umweltpädagogik
soll es Schulpatenschaften geben. Ziel ist es, dass hiesige Schulklassen
Patenschaften für Klassen im Untersuchungsgebiet übernehmen.
e)
Zum Abschluss dankte Herr Dr. von Fersen namentlich allen Biologen, Sponsoren
und aktiven Helfern, ohne die YAQU PACHA e.V. seine Arbeit nicht fortführen
könnte.
Er merkte nochmals an, folgenden
Termin nicht zu vergessen: 14.09.2003 - Benefizveranstaltung
zugunsten der Gesellschaft YAQU PACHA e.V. im Tiergarten der Stadt
Nürnberg. Hierfür werden weiterhin Ideen und Helfer gesucht.
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