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Strategien im internationalen Naturschutz
Wie schwierig es ist, den Wunsch eines weltweit umfangreichen Naturschutzgedankens zu erfüllen, müsste jedem deutlich werden, wenn man täglich die Nachrichten über die ständig steigende Anzahl von Naturkatastrophen liest. Langfristig gesehen, ist daher der flächendeckende Erhalt der Artenvielfalt auf unserem Planeten eine schier unmögliche Aufgabe. Aufgrund dieser Tatsache hat in den letzten Jahren unter zahlreichen Naturschutzorganisationen der Gedanke der Hotspots (Brennpunkt-Regionen) an Popularität gewonnen. Laut der amerikanischen Umweltorganisation „Conservation International“ würde es ausreichen, wenn man sich auf 25 verschiedene Hotspots konzentriere, um ein Drittel aller Arten zu erhalten. Auch die Umweltstiftung WWF plädiert für weltweite Artenschutzgebiete. „Global 200“ nennt der WWF ein Programm, mit dem 232 Ökoregionen geschützt werden sollen, die sämtliche Lebensräume von der Wüste über die Korallen-Riffe bis zum Regenwald repräsentieren. Sowohl der „Hotspot"-, als auch der „Global 200“-Gedanke verdeutlichen einen neuen Trend im internationalen Naturschutz. Kennzeichnend dafür ist, dass die Experten nach den Regionen der Erde suchen, deren Schutz nicht nur besonders nötig ist, sondern auch lohnend erscheint. Es geht darum, den alarmierenden Artenverlust so schnell wie möglich zu bremsen. Das Aussterben der Arten verläuft momentan tausendmal schneller, als es ohne menschlichen Einfluss zu erwarten wäre. Nach Schätzungen einiger Experten verschwinden täglich bis zu hundert Arten für immer von unserer Erde. Um diese katastrophale Entwicklung zu stoppen, fordern immer mehr Fachleute ein strategisches Vorgehen mit weltweit koordinierten Programmen. Neue Schutzgebiete sollen nach wissenschaftlichen, aber auch nach politischen Kriterien ausgewählt werden. Der Idealfall ist jedoch, wenn ganze Naturareale aufgekauft werden können. In einigen Ländern Mittel- und Südamerikas ist dies bereits geschehen. Um jedoch ein solches Vorgehen langfristig zu sichern, ist viel Geld erforderlich und dieses kann nur durch eine koordinierte und abgestimmte Zusammenarbeit zahlreicher Naturschutzorganisationen eingesammelt werden. Dieser Prämisse folgend hat yaqu pacha im Jahre 2000 erste Kontakte zu zahlreichen, in Ecuador arbeitenden, Gesellschaften aufgenommen. Unser gemeinsames Ziel ist es, durch ein koordiniertes Vorgehen bestimmte ecuadorianische „Hotspots“ langfristig zu retten. Dazu gehört vor allem das stark durch die Erdölindustrie bedrohte Naturreservat Cuyabeno. |
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