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Projekt La Plata-Delfin –  Argentinien, Uruguay und Brasilien
Als wir 1996 beschlossen, ein Projekt zum Schutz der La Plata-Delfine (Pontoporia blainvillei) in Argentinien zu unterstützen, war keinem richtig klar, wie gefährdet diese Art ist. Obwohl einzelne argentinische und brasilianische Biologen seit mehreren Jahren versuchen auf die Bedrohung dieser Delfinart hinzuweisen, unterstützen nur wenige internationale Artenschutzgesellschaften ihre Schutzprojekte. yaqu pacha leistet somit eine aussergewöhnlich wichtige Pionierarbeit. 1999 entschieden wir uns deshalb unsere Aktivitäten auf Brasilien auszuweiten und haben mit dem Biologenteam von Eduardo Secchi, Paulo Ott und Prof. Kinas einen kompetenten und engagierten Partner gefunden.
Zur Zeit werden von yaqu pacha drei Forscherteams subventioniert.
(Brasilien: Biol. Eduardo Secchi, Brasilien: Biol. Carolina Bertozzi, Uruguay: Biol. Marila Lazaro)
Um die Koordination von Forschung- und Schutzvorhaben zu verbessern, haben wir die Internationale La Plata-Delfin Tagung finanziell unterstützt, die Ende November 1997 in Buenos Aires (Argentinien) stattfand. Die aktuellen Forschungsergebnisse zeigen, dass schätzungsweise 4.500 Individuen pro Jahr im gesamten Verbreitungsgebiet (ca. 5.000 km Küste) sterben. Dies würde bedeuten, dass pro Kilometer und Jahr ca. ein Tier stirbt. Auch die ständig abnehmende Zahl der Beifangopfer (Individuen, die sich ohne Absicht des Fischers in seinen Netzen verfangen) ist ein Zeichen dafür, dass die Population stark rückläufig ist.
Aktuelle Forschungsergebnisse zeigen, dass der La Plata-Delfin die am stärksten bedrohte Delfinart Südamerikas ist.
Beifangopfer

Wie werden wir am Schutz des La Plata-Delfins weiterarbeiten?
Die Forschungsergebnisse der Biologen wurden an internationale Behörden weitergeleitet, um auch andere, finanziell stärkere Gesellschaften für die Rettung dieser Delfinart zu gewinnen.
Die Untersuchungen, die wir vor sechs Jahren in Argentinien begonnen haben und seit drei Jahren in Brasilien durchführen, werden wir auch in Zukunft fortsetzen, denn Langzeitstudien sind eine wichtige Voraussetzung um den Rückgang der Population genau zu bestimmen und Massnahmen dagegen entwickeln zu können. Da La Plata-Delfine auch vor den Küsten Uruguays vorkommen, unterstützen wir seit 2002 auch dort Biologen und intensivieren hier insbesondere unsere Aktivitäten im Bereich Umweltedukation.
Zudem versuchen wir, mit Hilfe von erfahrenen Institutionen, alternative Fischereigeschirre mit Warnsignalen für Delfine zu entwickeln. weiter...

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